Universität Leipzig

Entmachtung des Hochschulrats?

Nach dem Eklat um die Übernahme des Amt des Rektors der Universität Leipzig, geht der Protest weiter. Die Mittelbauinitiative fordert neue Machtverhältnisse in der Entscheidungsgewalt.
Uni
Es gab große Kritik an der Verfahrensweise des Hochschulrates der Uni Leipzig

Nach den großen Diskussionen über das Wahlverfahren des Hochschulrats, kritisiert nun auch die Mittelbauinitiative der Universität Leipzig die Rektorenwahl als intransparent. Bislang liegt es in der Gewalt des Hochschulrats die Kandidaten für den Rektorposten vorzuschlagen, die dann an den Uni-Senat weitergegeben und von diesem gewählt werden.

Die weiteren Informationen zu den Forderungen der Mittelbauinitiative berichtet Charlotte Schulze:

Redakteurin Charlotte Schulze über die Forderungen der Mittelbauinitiative
Hochschule

Hochschulfreiheitsgesetz

Das Gesetz sieht seit der Novellierung vor drei Jahren vor, dass der Senat auf die Auswahl der Kandidaten keinen Einfluss hat. Als ein universitätsinternes Gremium steht ihm kein Veto zu. Nun fordert die Mittelbauinitiative deshalb eine erneute Änderung, um dem Senat ein größeres Mitspracherecht zu verschaffen.

Unstimmigkeiten statt Intransparenz

Das Wissenschaftsministerium weist den Vorwurf der Intransparenz zurück und interpretiert es als uni-interne Unstimmigkeiten, bei denen der Freistaat sich nicht einmischen will. Die Diskussion sollen derweil auf das kommende Jahr verschoben werden. Dann sollen mit Hochschulen und Verbänden Gespräche zur Verbesserung des Hochschulfreiheitsgesetzes beginnen.

 

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Albrecht Buder
07.09.2015 - 18:31