GameCheck "A Way Out"

Einmal Gefängnisausbruch bitte

Interaktive Geschichten sind spätestens seit Telltale in Videospielen keine Seltenheit mehr. Aber Entwickler Hazelight Studios hat mit "A Way Out" noch einen draufgelegt und ein storyfokussiertes Koop-Spiel für zwei entwickelt.
A Way Out
Als wahlweise Leo oder Vincent heißt es aus dem Gefängnis ausbrechen

Zwei ungleiche Kumpane

A Way Out

Die Spielenden schlüpfen in die Rolle von Leo und Vincent, wobei sich jeder der zwei Mitspielenden für einen entscheidet. Leo ist der Hitzkopf der beiden, während Vincent lieber überlegt vorgeht. Leo und Vincent finden sich im Amerika der 70er Jahre als Zellennachbarn im Gefängnis wieder. Und wie es der Zufall so will, ist auch noch der gleiche Typ daran Schuld, dass sie dort gelandet sind. Also beschließen sie, gemeinsam auszubrechen und Rache zu nehmen.

Zusammen ist man weniger allein

Gemeinsam ist auch schon das Stichwort - denn der Koop-Titel muss zwingend zu zweit gespielt werden. Der Clou daran: um "A Way Out" zu spielen, braucht nur eine Person das Spiel. Die andere kann entweder mit einem zweiten Controller an der Konsole daneben sitzen, oder per Freundespass eingeladen werden und bekommt dann einen Download-Link. Gespielt wird dabei die ganze Zeit im Splitscreen, beide Spieler sehen also, was der jeweils andere gerade macht. Meistens funktioniert das auch erstaunlich gut und hilft bei der Koordination. Manchmal fällt es aber auch schwer, sich auf eine Hälfte des Bildschirms zu konzentrieren, wenn in beiden gerade geredet wird.

Draufhauen oder Köpfchen nutzen?

A Way Out

Am wichtigsten ist dabei das Teamwork, denn alleine lässt sich das Spiel nicht schaffen. So lenkt Vincent eine Krankenschwester ab, während Leo sich heimlich eine Flachfeile stibitzt. Das Gameplay ist dabei ziemlich simpel. Bis auf ein paar Quicktime-Events heißt es meist nur umherlaufen und die richtigen Gegenstände zum Interagieren finden. Aber auch optionale Wege sorgen für verschiedene Möglichkeiten. Wenn Vincent es schafft, eine Schlägerei zwischen zwei Insassen anzuzetteln, kann er damit eine Wache von der Tür weglocken, die er durchqueren will. Wie die beiden Spielenden dabei vorgehen (ob mit Leos eher schlagkräftigen oder Vincents ausgeklügelteren Argumenten), bleibt den Spielenden selbst überlassen. An der Story selbst ändert es nichts, sehr wohl aber am Erlebnis.

A Way Out

Knapp sieben bis acht Stunden umfasst die Story. Das hängt auch davon ab, ob die Spielenden sich mit optionalen Beschäftigungen wie Banjo oder Baseball spielen beschäftigen. Die sind zwar für die Story belanglos - aber einige davon machen erstaunlich viel Spaß.

 

Fazit

"A Way Out" mischt das storylastigeTelltale-Erlebnis mit einem Abenteuerspiel - und packt dann noch Koop obendrauf. Das Gameplay ist nicht sonderlich kompliziert. Am meisten lohnt sich das Spiel aber auch für die Geschichte und das Zusammenspiel mit einer weiteren Person. Obwohl sich das Spiel auch problemlos online mit Freunden spielen lässt, macht es doch am meisten Spaß, wenn beide nebeneinander auf der Couch sitzen.

A Way Out
 

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Eleen Reinke
27.07.2018 - 10:00
  Games

"A Way Out" ist für den PC, die PS4 und Xbox One erhältlich.