Rollerderby in Leipzig

Einhörner gegen Homophobie

Rollerderby ist ein schneller, intensiver, manchmal sogar brutaler Sport. Doch daneben geht es um den freien Ausdruck von Persönlichkeit und Weiblichkeit und die Abkehr von Seximus und Homophobie. Fast nur Frauen spielen Rollerderby.
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Der richtige Schuh darf nicht fehlen. Und neben Knie- und Ellenbogenschonern, wird häufig sogar mit Mundschutz gespielt.

Beim Rollerderby gibt es Beides: Rosarot und Feminismus. Moderator Magnus Folten sprach mit Susi-„Glittershitter“ und Jezz-„Rackelhahn“ von den "RiotRocketz" Leipzig über Verletzungen und Gleichberechtigung im Sport:

Susi und Jezz von den "RiotRocketz" im Gespräch mit Magnus Folten

Interview: Florian Eib

Interview mit Jezz und Susi von den Riot Rockets

Die Riot Rocketz geben auf Facebook einen Einblick in ihren Trainingsalltag: 

 

Können beim Rollerderby wirklich nur Frauen mitmachen? Wie steht es um die Gleichberechtigung im Sport? Auch diese Fragen haben wir mit Susi und Jezz besprochen:

Susi und Jezz von den "RiotRocketz" im Gespräch mit Magnus Folten

Interview: Florian Eib

Interview mit Susi und Jezz von den Riot Rockets

 

So kontaktreich Rollerderby auch ist, Freundschaftspiele - wie hier gegen Dresden - gehen die Rocketz auch ruhig an.

Das Spiel

Rollerderby ist eine Vollkontaktsportart, die auf Rollschuhen gespielt wird. Voraussetzungen für den Sport sind Fahrkönnen, Wendigkeit, Kraft, Kontaktfreude, Ausdauer und Schmerztoleranz – denn beim Rollerderby kann es auch brutal zugehen.

Die Regeln

Rollerderby wird auf einer ovalen Bahn mit zwei Teams à fünf Spielerinnen gespielt.  In zwei Spielzeiten von jeweils 30 Minuten bewegen sich die Spielerinnen gegen den Uhrzeigersinn auf Rollschuhe im Kreis. Jede Halbzeit besteht aus noch kleineren Runden – den sogenannten „Jams“ mit einer Länge von maximal zwei Minuten. Ziel der Jams: Möglichst viele Punkte sammeln. Punkte können durch die „Jammerin“ – einer der fünf Läuferinnen – erzielt werden. Die Jammerin läuft unabhängig von den anderen und versucht die Läuferinnen des gegnerischen Teams zu überrunden. Für jede überrundete Spielerin gibt es einen Punkt. Die Jammerin wird beim Überrunden durch das gegnerische Team behindert – das nennt man „blocking“.

Die Geschichte

Die Wurzeln von Rollerderby können bis in die USA der 40er Jahre zurückverfolgt werden. Vor allem durch die Punk-Bewegungen der 70er und 80er Jahre wurde die Sportart bekannt. Viele Roller-Derby Spielerinnen verbinden den Sport mit einer linkspolitischen, feministischen Einstellung. 2006 wurde in Deutschland das erste Team, die „Stuttgart Valley Rollergirls“ gegründet. Seit 2013 gibt es das erste Leipziger Roller-Derby Team „Riot Rocket“. In Deutschland spielen insgesamt 54 Rollerderby Teams – nur vier davon sind Männerteams.

 

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Friederike Rohmann, Florian Eib
08.03.2016 - 16:03
  Sport