Entscheidungen

Einfach entspannt Entscheiden?!

Kaffee oder Tee? Der gelbe oder lieber der rote... nein, der blaue Pullover! Für den Job in eine neue Stadt ziehen oder Karriere zu Hause? Täglich treffen wir rund 20.000 Entscheidungen. Einfacher fällt es uns dadurch aber nicht. Woran liegt das?
Süßes
Endlose Regalreihen voller Produkte - auch im Supermarkt gilt: Wer die Wahl hat, hat die Qual.

Um Entscheidungen kommen wir nicht herum. Jeden Tag stehen wir vor neuen Möglichkeiten, immer wieder haben wir die Wahl. Von recht banalen Alltagsentscheidungen bis hin zu solchen, die unser ganzes Leben maßgeblich beeinflussen können, ist alles dabei. Nicht nur Letztere fallen uns dabei oft schwer. Manchmal fühlen wir uns selbst von der Entscheidung in der Eisdiele überfordert. Dafür gibt es verschiedene Gründe. Einige sind natürlich individuell und variieren von Mensch zu Mensch. Ein paar allgemeine Herausforderungen betreffen aber wohl die Meisten von uns.

Informationsüberfluss und tausendundeine Möglichkeiten

Das wir an der Eistheke die Wahl zwischen veganem Zitronen-Basilikum-Eis und köstlich klingender Erdnuss-Schoko-Eiscreme mit Kaffeesahne haben ist toll - und stellt uns vor ein schier unüberschaubares Angebot. Dasselbe gilt natürlich auch für größere, wichtigere Entscheidungen. Nach dem Abitur einen dualen Studiengang in der Nähe der Heimat? An eine große Universität in eine neue und aufregende Stadt? Oder doch lieber an die Fachhochschule, ins Ausland...Was bei unseren Eltern oder Großeltern noch durch ihre Geburt oder ihr Geschlecht vorgegeben und eingeschränkt war, liegt nun meist in unserer eigenen Hand. Eigentlich ist das ein Privileg, das aber auch zur Last werden kann. Wir haben die Möglichkeit, wichtige Entscheidungen selber zu treffen und geraten gleichzeitig unter Druck, unser Leben dementsprechend perfekt zu gestalten. Hinzu kommen die Unmengen an Informationen, die uns zur Verfügung stehen. Und so wird die Entscheidung für die Kugel Eis am Nachmittag noch von ganz anderen Aspekten als dem eigenen Geschmack beeinflusst. Klingt vegane Eiscreme nicht gesünder? Ist die Schokolade unter fairen Bedingungen hergestellt worden? Und wäre es nicht eigentlich besser, regionales und saisonales Obst zu essen, anstelle der süßen Versuchung?

Was noch schwieriger ist, ist der Zugang zu Informationen. Es gibt so viele, so vielfältige Informationen. Die zu ordnen, zu sortieren und sich dann zu entscheiden, das ist unglaublich schwer. 

Magdalena Kaminska, Coach für Lebens- und Berufsentscheidungen

Irren ist menschlich

Oft verlieren wir aus dem Blick, dass es gar nicht schlimm ist, nicht die perfekte Entscheidung getroffen zu haben. Nicht immer ist es uns möglich, alle Alternativen gleichermaßen zu berücksichtigen, nicht immer können wir die Folgen unseres Handelns im Ganzen vorhersehen. Auch vermeintlich falsche Entscheidungen können uns weiterbringen. Wichtig ist, sich nicht hinter der eigenen Angst vor vermeintlichen Fehlentscheidungen zu verstecken und die Bereitschaft beizubehalten, aus den eigenen Fehlern zu lernen. Wie die Schuaspielerin und Sängerin Marlene Dietrich schon sagte:

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte, würde ich die gleichen Fehler machen. Aber ein bisschen früher, damit ich mehr davon habe.

 

 

Unserer Redakteurin Johanna Bastian fällt es selbst oft schwer, sich festzulegen. Für den folgenden Beitrag hat sie sich umgehört und weiß jetzt mehr über die Gründe für ihren Entscheidungsunwillen und wie sie vorgehen kann, um auch bei kniffeligen Fragen eine möglichst gute Wahl zu treffen:

Warum fallen uns Entscheidungen eigentlch so schwer? - ein Beitrag von Johanna Bastian
 

 

 

Kommentare

Hallo Frau Bastian,
entspannt entscheiden, ja, wer wünscht sich das nicht.
Vielen Dank für den informativen Beitrag!
Herzliche Grüße
Stephanie v. Stedman

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Johanna Bastian
01.11.2016 - 12:07