Gewässerqualität in Leipzig

Eine Stadt und die Natur

Seit 2009 werden Tierbestände, Wasserqualität und Nutzung der Leipziger Gewässer überwacht. Vor 6 Jahren waren die Zustände großteils kritisch. Die neue Auswertung klingt weitaus positiver.
Cospudener See
Der Cospudener See: sauber wie nie

Leipzig im Einklang mit der Natur?

Die Gewässer in und um Leipzig sind beliebte Ausflugsziele der Stadtbewohner. Während Tausende von Menschen bei gutem Wetter an die Seen und Flüsse strömen, wachsen parallel die Bestände diverser Tier- und Pflanzenarten und die Wasserqualität steigt. Das ist ungewöhnlich. Grund für die durchweg positive Entwicklung ist das sogenannte „Wassertouristische Nutzungskonzept “ kurz WTNK. Es beinhaltet Richtlinien für den Bootsverkehr auf den Leipziger Gewässern. Doch wie kann sich die Wasserqualität verbessern, während immer mehr Menschen die Gewässer für ihre Zwecke nutzen?

Wieso, weshalb, warum?

Einer der Hauptgründe für die steigende Wasserqualität ist die Regulierung des Braunkohleabbaus. Seit der Wende schrumpft die Braunkohleförderung und damit steigt die Wasserqualität stetig. Die Steuerungsgruppe, welche für die Gewässernutzungskonzepte verantwortlich ist, wird außerdem in Teilen von den Braunkohlefirmen finanziert. Ein Großteil der Flüsse und Seen in und um Leipzig sind mittlerweile Natura 2000 Schutzgebiete. Das Naturschutzprogramm der WTNK, soll den Artenschutz verbessern.

Die Tier- und Pflanzenwelt der Seenlandschaft

Während vor 8 Jahren noch 300 Boote pro Tag an den beliebten Orten verzeichnet wurden, sind es 2016 bereits 900 gewesen. Ein großer Erfolg für die „Steuerungsgruppe Leipziger Neuseenland“ ist die Vielzahl an tierischen Bewohnern. Einer der prominentesten Vertreter der Arten, deren Bestände sich stabilisiert haben, ist der Eisvogel. Im Gegensatz zu 2011 ist der Eisvogelbestand um 250% gestiegen. Mit seinem schillernden blau-orangefarbenen Federkleid sticht der kleine Vogel besonders ins Auge. Am Palmengarten lässt er sich mittlerweile gut beobachten.  

 

Eine weitere Art, deren Bestand sich in den letzten Jahren enorm stabilisiert hat, ist der Fischotter.  Experten gehen davon aus, das sich eine Population an der unteren weißen Elster angesiedelt hat.

 

In drei bis fünf Jahren wird die nächste Bilanz gezogen. Halten sich alle Beteiligten an die Richtlinien wird das Fazit wohl noch positiver ausfallen als dieses Jahr schon.

 

mephisto97.6 Reporterin Nele Peters war bei der Pressekonferenz der WTNK. Mehr über die Seenlandschaft Leipzig können Sie hier nachhören: 

Nele Peters über das Leipziger Neuseenland.
 

 

 

Kommentieren

Jonas Junack
24.03.2017 - 19:29
  Wissen