Pappbootrennen 2016

Eine Bootsfahrt, die ist lustig...

Schon zum zehnten Mal fand im Kanupark Markkleeberg das Pappbootrennen statt und beeindruckte die Zuschauer mit aufwendigen Kreationen. Auch wir haben uns mit Pappe und Klebeband bewaffnet.
Das mephisto 97.6 Racing-Team kurz vor dem Start

Die Reportage zum Pappbootrennen 2016 gibt es hier zum Nachhören:

Eine Reportage von Lena Michaelis über das diesjährige Pappbootrennen

Es ist heiß. Um genau zu sein, liegen die Temperaturen am Markkleeberger See an diesem Sonntag bei 35 Grad. Der Spaß steht an diesem Tag im Vordergrund, denn zum zehnten Mal lädt der Kanupark Markkleeberg zum Pappbootrennen ein. Aufgabe ist es, in drei Stunden aus Pappe und Klebeband ein Boot zu bauen, das im Anschluss den Kanal des Kanuparks hinuntersausen soll. Dabei gibt es nicht nur einen Preis für den, der als schnellstes im Ziel ist, sondern auch, wer mit dem besten Design und Gesamtauftritt überzeugen kann. Auch wir haben uns getraut und festgestellt: So einfach wie es klingt, ist das gar nicht. 

"Das ist aber eine tolle Rakete!"

Schon beim Treffpunkt der Teams stellen wir fest, dass wir uns vielleicht schon vorher hätten überlegen sollen, wie unser Boot denn eigentlich aussehen soll. Bei der Einweisung werden insgesamt 30 Quadratmeter Pappe und 720 Meter Klebeband an die Mannschaften verteilt - genug, um die tollsten und kreativsten Boote zu bauen, die wir je gesehen haben. Jedoch stehen in unseren Gesichtern noch große Fragezeichen geschrieben. "Erstmal machen" wird unsere Devise. Während unsere Nachbarn schon Schablonen in der Form von exotischen Tieren und Pflanzen ausschneiden, versuchen wir etwas zu bauen, das zumindest ansatzweise wie ein Boot aussieht. Nach einer Stunde stellen wir jedoch fest, dass unsere Konstruktion nicht genug Klebeband umfasst und somit gar nicht wasserfest sein kann. Deshalb wird noch einmal von vorne begonnen und jedes Stück Pappe, das wir verwenden, mit dem Klebeband umwickelt. Um sein eigenes Boot zu schmücken, darf wasserfeste Farbe verwendet werden, die man selbst mitbringen muss. Vom Kinderwagen über eine Ente bis zum Sarg ist alles dabei. Unser Plan: Ein Mikrofon-Boot. Als uns ein Junge sagt, dass das aber eine tolle Rakete ist, werden wir skeptisch. Wird unser Boot auch wirklich fahren? 

Mit ca. 8.000 Besuchern ist das Pappbootrennen im Kanupark mittlerweile Tradition. Der Kanuexperte und Moderator des Rennens, Daniel Matey, weiß deshalb durch Erfahrungswerte meist ziemlich sicher, welche Boote es ins Ziel schaffen könnten und welche nicht. Ihn freue aber vor allem die Zuversicht der jeweiligen Teams und das Umsetzen der vielen kreativen Ideen.

Nur drei Boote schaffen es ins Ziel

Ein Gewinner des diesjährigen Rennens ist das Team "Inspiraten", das souverän mit einer Bestzeit von einer Minute und 22 Sekunden den Wildwasserkanal hinabsaust. Auf die Frage, warum es denn gewonnen hätte, erhalten wir die souveräne Antwort:

Wir hatten einfach den Plan. Und das bessere Boot.

Team "Inspiraten"

Das Team, das vom Mitmach-Museum INSPIRATA an der Alten Messe kommt, gewann schon letztes Jahr das Rennen. Dieses Jahr überzeugen sie ebenfalls mit einem Auftritt als Höhlenmenschen und ihrem Boot in der Form eines Baumstammes. 

Auch das Team "NixHaar - Heute mal für 'nen guten Zweck" von der Elternhilfe krebskranke Kinder e.V. kann mit dem Boot in der Form eines Kinderwagens überzeugen.

Was uns das Team vor Antritt des Rennens verriet, erfahren Sie hier:

Redakteur Florian Eib im Interview mit dem Team "NixHaar"
 

Leider schaffen es nur drei Konstruktionen tatsächlich ins Ziel. Die Performance des mephisto 97.6 Racing Teams ist dabei ebenfalls sehr schnell vorbei - schon beim Losfahren kentert das Mikrofon-Boot und unsere Redakteurinnen werden vom Team des Kanuparks wieder aus dem Wasser gefischt. C'est la vie. Beim nächsten Mal dann aber bitte doch mit Plan. Und dem besseren Boot.

 

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Sarah Bötscher
29.08.2016 - 18:39
  Sport