GameCheck: Monster Boy

Ein Gestaltwandler rettet das Königreich

"Monster Boy und das verfluchte Königreich" ist die neueste Fortsetzung der Wonder Boy-Spielereihe. Mit dem neuen Hauptcharakter Jin startet man in Monster World und muss, wie der Titel schon andeutet, das Königreich von einem Fluch befreien.
Jin auf einem Steg.
Jin ist von Gegnern umzingelt, während er versucht, das Chaos seines Onkels zu beheben.

Jin sitzt an einem idyllischen Steg am Meer und lässt die Angel ins Wasser hängen. Ein Fisch beißt an und er will ihn an Land ziehen, als er plötzlich ein Donnern und Krachen hört. Auf einem Fass fliegt ein altes, bösartig aussehendes Männlein vorbei und verwandelt mit seinem Zauberstab die Umgebung in ein Chaos. Jin erkennt den Mann als seinen Onkel Nabu, schnappt sich sein Schwert und zieht los, um herauszufinden, was mit ihm passiert ist.

Auf der Suche nach den heiligen Kugeln

Jin klettert als Schwein Lianen hoch.
Jedes Gebiet in Monster World hat seine Besonderheiten. Im Wald kann man zum Beispiel an den Lianen hochklettern.

Es stellt sich heraus, dass Onkel Nabu alle Bewohnenden des Königreichs in Tiere verwandelt hat. Außerdem beschwört er Monster. Als Jin ihm den Zauberstab abnehmen will, kommt es zu einem Kampf und Nabu verwandelt ihn in ein Schwein. Daraufhin macht sich Jin auf in die Stadt, um herauszufinden, wie er wieder normal werden kann. Dort trifft er auf den königlichen Berater. Der erzählt, dass das Königreich verflucht sei und Legenden zufolge nur heilige Kugeln den Fluch aufheben können. Jin erklärt sich dazu bereit, sie zu suchen.

Monster erschweren den Weg

Schlange hat ein Zahnrad verschluckt und sieht unglücklich aus.
Als Schlange kann Jin Gegenstände wie Zahnräder von A nach B transportieren.

Die Kugeln sind im ganzen Königreich verstreut. Jin erkundet verschiedene Gebiete und springt dabei von Plattform zu Plattform, überwindet Hindernisse und klettert an Leitern und Seilen hoch. Dabei läuft im Hintergrund durchgehend die jeweilige Spielmusik, die auf Dauer sehr nervig ist. An manchen Orten im Spiel gibt es Rätsel, die leicht machbar sind. So muss Jin zum Beispiel an einem Tempeleingang die Totemgesichter den richtigen Pfählen zuordnen.

Die Karte von Monster World.
Die Karte von Monster World ist mit der Legende etwas unübersichtlich.

In den Gebieten stößt er auf viele Gegner. Die bekämpft er entweder im Nahkampf mit Schlagattacken oder er nutzt seine im Spiel erworbenen Attacken: Feuer, Wind, Blitze und seinen Bumerang kann Jin auch aus der Entfernung einsetzen.

Jedes Gebiet hat seinen eigenen Boss. Der lässt sich nur schwer besiegen und sorgt so gerne für Frust. Allerdings sind die Speicherpunkte fair gesetzt, sodass man kaum etwas nachspielen muss, bevor man zurück in den Kampf kommt.

Schnüffeln wie ein Schwein, Gift spucken wie eine Schlange

Jin verwandelt sich in eine Schlange
Im Verlauf des Spiels lernt Jin, auch andere Gestalten anzunehmen.

Auf seiner Suche lernt Jin, auch andere Gestalten zu nutzen. Die haben verschiedene Fähigkeiten: Als Schwein erschnüffelt er zum Beispiel den richtigen Weg, während er als Schlange mit ihrem Gift Kristalle zum Leuchten bringt. An manchen Orten braucht er eine bestimmte Gestalt, um weiterzukommen. So passt er nur mit der Schlange durch kleine, schmale Öffnungen.

Fazit

"Monster Boy und das verfluchte Königreich" ist ein klassisches Plattform-Spiel mit hübscher Grafik. Das Wechseln zwischen verschiedenen Gestalten macht das Spiel abwechslungsreich. Das macht die 08/15 Geschichte und das generische Gegnertöten allerdings nicht besser. Zählt man noch die frustrierenden Bosskämpfe mit dazu, taugt "Monster Boy" gerade mal als Spiel für zwischendurch. Wer sich dennoch an den neusten Teil der Wonder Boy-Reihe wagen möchte, sollte viel Geduld und gute Nerven mitbringen.

 

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Laura Kreuzhage
27.03.2019 - 12:29
  Games

Plattform: Nintendo Switch, Playstation 4, Xbox One

Entwickler: Game Atelier

Herausgeber: FDG Entertainment