M19 mit Maxi Gstettenbauer

Ein Comedian mit Nerdhintergrund

Von der Bayerischen Provinz in die Karnevalshochburg Köln. Vom Alkoholpegel und den Kostümierungen erstmal kein großer Unterschied. Dass Maxi Gstettenbauer von Köln aus seine Comedykarriere starten würde, hätte er damals wohl selbst nicht gedacht.
Maxi Gstettenbauer mit Moderator Paul Materne
Maxi Gstettenbauer mit Moderator Paul Materne

Als Maxi Gstettenbauer das Studio betritt, fällt ihm eine Sache sofort ins Auge. Die Schale mit Schokobons. Er lacht und meint: "Das ist nicht euer Ernst!". Doch, das ist es. Schließlich haben wir uns im Vorfeld einige seiner Auftritte angeschaut. Bei einem erzählt er, dass seine damalige Freundin ihn aufforderte, etwas abzunehmen. Auf die Frage, wie er das am Besten anstellen soll, bekam er die Antwort: "Ein Anfang wäre es, wenn Du statt der ganzen Tüte nur einen Schokobon essen würdest". Eine Sache der Unmöglichkeit. Genauso unmöglich, wie seinen Namen richtig auszusprechen. Maximilian Ronald Alfons Gstettenbauer. Mittlerweile hat er sich allerdings damit abgefunden und seine ganz eigenen Tricks entwickelt:

Wenn ich im Hotel einchecke, muss ich auch immer sagen: "Gst", so wird der Anfang geschrieben. Sonst suchen die im Hotel ewig bei "Sch" oder "Ch" - "Chettenbauer". Ja, es wird öfter mal verhauen.

Maxi Gstettenbauer
Der Name ist so, wie er sich anhört – halt bayerisch. In Bayern ist Gstettenbauer aufgewachsen, genauer gesagt in Schwarzach in Niederbayern. In seiner Kindheit entdeckt er seine Leidenschaft für Gaming. Durch seine Arbeit bei dem Internetradio "B-Tuned" wird der Videospielsender "GIGA" auf ihn aufmerksam. Deshalb zieht es den damals 18 - jährigen nach Köln.

Kulturschock ist noch untertrieben. Es war so: Wow! Du hast nen Job, Alter. Du lebst in Köln in der weiten City und alles ist crazy. Du musst jeden Tag zur Arbeit. Du musst zocken, Artikel schreiben, vor die Kamera. Das war schon unfassbar viel Zeug, was man da lernen musste.

Maxi Gstettenbauer

Als der Sender 2009 eingestellt wird, wendet sich Gstettenbauer vermehrt seiner zweiten Leidenschaft zu der Comedy.

Robin Williams beeinflusst seine Karriere maßgeblich

Seit mittlerweile 10 Jahren ist Gstettenbauer hauptberuflich lustig. Seine große Vorbilder  im deutschsprachigen Raum sind Harald Schmidt und Michael Mittermeier. Bei einem Auftritt in San Francisco lernt er den 2014 verstorbenen Robin Williams kennen. Sehr überrascht, dass es lustige Menschen aus Deutschland gibt, kommen die beiden ins Gespräch. Williams hat einen Ratschlag für ihn: "Dein Kopf ist zu voll. Du machst Dir viel zu viele Gedanken".

Ein Jahr später war ich dann nochmal da und das hat mich dann wirklich geflasht. Er hat sich an mich erinnert.

Maxi Gstettenbauer

In Deutschland hat Gstettenbauer einen seiner ersten Auftritte bei Stefan Raab. Als dieser ihn als "zukünftigen Stern am Comedyhimmel" ankündigt, hat Gstettenbauer so die Hosen voll, dass er nach eigenen Angaben grandios verkackt. Allerdings sei fast jeder Comedian anfangs schlecht.

Jetzt, 10 Jahre im Geschäft, ist Maxi Gstettenbauer erfolgreicher denn je. Neben seiner Tour mit seinem dritten Programm "Lieber Maxi als normal", hat er eine eigene Sendung auf Comedy Central: Comedy 3000. Dort gibt er auch unbekannten Newcomern eine Bühne.

Das Interview finden Sie hier zum Nachhhören:

Maxi Gstettenbauer im Gespräch mit Moderator Paul Materne

Redaktion: Annika Sparenborg und Paul Materne

Maxi Gstettenbauer im Gespräch mit Moderator Paul Materne

 

 

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Annika Sparenborg
24.10.2018 - 19:52
  Kultur