Brexit

Ein bitteres Bye-Bye

Bleiben oder nicht bleiben – am 23. Juni mussten die Briten sich entscheiden: Verlassen sie Europa oder nicht. Am Tag darauf wurde das Ergebnis bekannt gegeben: 51,9% der Briten haben gegen den Verbleib in Europa gestimmt! Was hat das für Folgen?
Europa
Neue politische Entscheidungen sorgen für frischen Wind in der Europapolitik

Die Stimmen sind ausgezählt und es steht Schwarz auf Weiß: Die Berxit-Gegner haben nur knapp mit 48,9% verloren. Die Briten wollen aus der EU austreten. Dafür haben sie in ihrem EU-Referendum am Donnerstag gestimmt.

Wahl der Gegensätze

Die Wahl war eine Wahl der Gegensätze. Nord gegen Süd. Alt gegen Jung. Großstadt gegen Provinz. EU-Anhänger gegen Nicht-EU-Anhänger. Schon vor und während der Wahl gab es diverse Statistiken. Trotz der sehr hohen Wahlbeteiligung von 72,2 Prozent macht der Unterschied zwischen beiden Lagern nur knapp eine Millionen Wählerstimmen aus. Der Norden der britischen Inseln (Nordirland, Schottland) war hauptsächlich gegen den EU-Austritt. Die Einwohner in England und Wales waren mehrheitlich für den EU-Austritt. Jetzt diksutiert Schottland, ob man bald "Nein" zu Großbritannien sagt – und ja zur EU.

Folgen und Reaktionen

Alle Folgen des Brexits sind bisher noch nicht abzusehen. Premier Minister David Cameron, der das Referendum eingeleitet und somit gegen die Briten gewettet hat, hat heute morgen direkt bekannt gegeben, dass er bis Oktober zurücktreten werde. Die Politiker auf der ganzen Welt reagierten mehrheitlich geschockt und traurig. Jedoch überlegen  einige rechtspopulistische Parteien aus anderen Ländern, auch ein EU-Referendum anzukurbeln.

Die Wirtschaft hat die Folgen des Referndums schon jetzt spüren können: Die Börse und die Aktien sind mehrheitlich eingebrochen. Das Pfund hat im Laufe des Tages – im Vergleich zum Euro – knapp 9 Cent an Wert verloren. Der wohl bevorstehende Austritt aus der EU hat noch mehr negative Aspekte zur Folge, an die man wohl vor der Wahl noch nicht gedacht hat. Zum Beispiel wird die Einreise und Ausreise komplizierter. Auch die EU muss schauen, wohin sie zum Beispiel ihre Behörden wie die Europäische Arzeneimittelagentur umziehen lässt.

What have we done?

Brexit
 

Viele der jungen Briten haben heute morgen mit den Worten getwittert: What have we done? Vor der Sendung haben wir mit zwei in Deutschland lebenden Briten gesprochen. Der Pfarrer Martin Reakes-Williams war für Brexit. James Parsons vom ICC Spracheninstitut war gegen Brexit.

mephisto 97.6 Moderatorin Paula Drope war im Interview mit den beiden. Sie hat mit ihnen über die Auswirkungen für die Leipziger und die hier lebenden Briten gesprochen. James Parson sagte dazu:

mephisto 97.6 Moderatorin Paula Drope im Interview
 

 

 

Kommentare

If I may change the phrase slightly, James Parsons clearly has his HEART screwed on right and understands the negative ramifications for the freedom of Britons to move and work in Europe. If only all over 40 would have thought this way, then we would have had a result in this farce of a referendum, which doesn’t damage the current and future prospects of Britons. That anyone would vote and either not take this into account, or even starrköpfig proceed despite the consequences, seems to me and many of my generation to just be wrong.

Dear leave-voters, thank you for hindering our lives further. A large portion of you had the wish of stopping a few hundred thousand immigrants (neglecting the fact that the majority of immigrants are from outside the EU), but have ended up inflicting pain on millions of fellow landsmen, not to mention the coming generations, who will no longer enjoy the stress free and direct access to the EU. The irony is, these people have voted to make us 3rd class citizens in our own neighbourhood. Well done.

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Conny Poltersdorf
24.06.2016 - 18:56

Brexit = Britain + Exit