Einsatz der Bundeswehr in Syrien

Ein "Afghanistan 2.0"?

Werden bald auch deutsche Soldaten in den Kampfeinsatz nach Syrien geschickt? Die Debatte darüber beschäftigte diese Woche den Bundestag. Eine Entscheidung über das Mandat soll am Freitag fallen.
Mike Nagler, Mitglied im bundesweiten Koordinierungskreis von Attac Deutschland

Bereits im Vorfeld der Abstimmung am Freitag im Bundestag gilt es als sicher, dass das Mandat für einen Kampfeinsatz in Syrien bewilligt werden wird. Damit würden bis zu 1.200 deutsche Soldaten entsendet werden, zudem ist der Einsatz von Tornado-Aufklärungsflugzeugen, Tankflugzeugen und eine Fregatte zur Unterstützung von Frankreich geplant.

Der Bundeswehrsprecher hat gesagt, dass sich die Bundeswehr auf einen Zehn-Jahreseinsatz einstellen wird und das bedeutet, es wird noch Mal ein Afghanistan 2.0 geben, aber mit einer höheren Beteiligung.

Mike Nagler, Mitglied im bundesweiten Koordinierungskreis von Attac Deutschland

Doch regt sich auch Widerstand gegen den Plan der Bundesregierung. Vor allem die Linken fordern eine alternative Lösung für den Umgang mit dem Syrien-Konflikt. Auch das globalisierungskritische Netzwerk attac macht seine Position deutlich und organisiert für den Abend eine Kundgebung auf dem Wilhelm-Leuschner-Platz, die sich ausdrücklich gegen den Einsatz deutscher Soldaten in Syrien wendet.

mephisto 97.6 hat mit Mike Nagler über die geplante Demonstration und seine Zweifel am Einsatz gesprochen:

Moderatorin Anna Vogel im Gespräch mit Mike Nagler, Mitglied im bundesweiten Koordinierungskreis von Attac Deutschland.
Mike Nagler Attac

 

 

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Weitere Informationen zu den geplanten Demonstrationen von Attac finden Sie hier.