Konzertbericht: Flogging Molly

„Drunken Lullabies“ im Haus Auensee

Sechs Jahre sind seit dem letzten Album vergangen - eine schwere Zeit für Flogging Molly. So ist die Mutter von Sänger Dave King verstorben. Ihr widmet er auch den Titeltrack des neuen Albums „Life Is Good“. Am Dienstag waren sie im Haus Auensee.
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Flogging Molly im Haus Auensee

„Raise what’s left of the Flag“ in Leipzig

22 Uhr, die Stimmung in der Halle ist euphorisch. Die meisten Fans sind spätestens seit der zweiten Vorband Sondaschule da. Hier und da wird mit (zumindest meist leeren) Bierbechern durch die Gegend geworfen. Dann endlich hat das Warten ein Ende. Die Halle verdunkelt sich, die Bühne wird passend in den Farben der irischen Flagge weiß, grün und orange beleuchtet. Flogging Molly eröffnen mit There’s nothing left - die Band scheint guter Dinge. Sänger Dave King springt mit Bassist Nathan Maxwell und Gitarrist Dennis Casey energetisch über die Bühne. Besonders in den ersten Reihen wird kräftig mitgesungen – ein Fan schwenkt die irische Flagge. Der Sänger Dave wirft einem Zuhörer ein Guinness zu. Der antwortet sprachsicher mit Sláinte.

„This Song is called 'Life is good“ – because Life is actually shit”

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Flogging Molly im Haus Auensee

Weiter geht es mit Songs wie Swagger, Drunken Lullabies, Raise what’s left of the Flag, Devils Dancefloor und There’s nothing left. Der Pogopit lässt nicht lange auf sich warten. Es ist viel zu heiß in dem kleinen Saal, aber wirklich zu stören scheint das keinen. Hier und da gibt es einzelne Crowdsurfer. Dann wird auch endlich der neue Song Life is Good gespielt. Der heißt so, weil das Leben es eben nicht ist, erklärt Dave. Und ruft gleichzeitig dazu auf, es zu genießen.

„Life is good, life is fine. Life is everything we loathe, it’s so unkind. They say death is cruel. But death don’t whines, it comes naturally to all us here alive.“

Nach etwa 1,5 Stunden ist die Show auch schon wieder vorbei. Viel zu schnell leider. In der Zugabe gibt’s noch ein Cover von Queen’s legendärem Klassiker “We will rock you“. Natürlich singen alle mit.

„There’s Nothing left“ to say – Das Fazit

Flogging Molly machen einfach Spaß. Die Band war mit einer Menge Enthusiasmus dabei, haben eine Dose Guinness zu ihrem Frühstück erklärt. Leider ist das Haus Auensee als Location nicht gut geeignet – unter der Galerie werden große Teile des hervorragenden Folk-Punk-Sounds einfach geschluckt. Die Musik war eine gute Mischung aus alten und neuen Songs. Eigentlich bleiben keine Wünsche offen – außer, dass das nächste Album hoffentlich etwas schneller kommt.

 

 

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Sophie Schröder, Eleen Reinke
01.02.2018 - 13:36
  Kultur