Städteranking

"Die sächsische Metropole"

Nach dem Studium geht es für viele zum Geldverdienen weiter in die alten Bundesländer. Ist Leipzig also nur ein Zwischenstopp? Das Städteranking des Hamburgischen Wirtschaftsinstituts gibt Aufschluss.
Leipzig von oben
Leipzig ist im Städteranking ganz vorn mit dabei

Das Hamburgische Wirtschaftsinstitut hat die dreißig größten Städte Deutschlands nach ihrer Zukunftsfähigkeit gerankt. Das die vom Institut bezeichnete "sächsische Metropole" mit auf dem Podest stehen darf, erklärt sich aus verschiedenen Faktoren.  

Redakteurin Anika Reker spricht über die Ergebnisse des Städterankings
 

Trend- und Demografieindex

Zwei Faktoren spielen eine große Rolle für die Einordnung der 30 größten Städte. Bewertet der Trendindex die jüngsten Veränderungen der ökonomischen Leistungen, geht es beim Demografieindex um die Geburtenraten. Sprich wessen Wirtschaft boomt und wessen Bewohner sind im Durchschnitt jung genug, um die Zukunft abzusichern .

Betrachtet man die Bevölkerungsetwicklung, lässt Leipzig den Rest weit hinter sich. Mit einem Zuwachs der Einwohnerzahl um 4,3 Prozent zwischen 2011 und 2013 muss sich auch die Berliner Hauptstadt geschlagen geben. Außerdem prophezeit das Hamburgische Weltwirtschaftsinstitut, dass bis zum Jahr 2030 die Entwicklung der unter 20-Jährigen in Leipzig durch die Decke geht.

Nachholbedarf

Nun ist Leipzig aber in der Gesamtwertung hinter München und Berlin. Gründe sind zum Beispiel der geringere Zuzug von Erwerbstätigen und die mangelhaften Standortfaktoren. So muss sich Leipzig noch internationaler gestalten und seine Erreichbarkeit verbessern. Laut den Machern des Rankings hängt die zukünftige Entwicklung davon ab florierende Unternehmen und gut ausgebildete Menschen vor Ort zu halten oder für den Zuzug zu begeistern.

 

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Albrecht Buder
23.10.2015 - 12:16

Im Jahr 2008 befand sich Leipzig noch auf Platz 25 des Rankings.