Europatag

Der vergessene Feiertag

Am 9. Mai wird der Europatag gefeiert. Ein nicht allzu bekannter Feiertag, der an die sogenannte Schumann-Erklärung im Jahr 1950 erinnern soll.
Europakarte
68. Jahrestag der Schumann-Erklärung

Es ist der neunte Mai 1950. Der zweite Weltkrieg ist erst seit fünf Jahren vorbei. Die europäischen Staaten versuchen einen Neuanfang. An diesem Tag hält Frankreichs Außenminister Robert Schumann in Paris eine Rede, die für einen Wendepunkt sorgt. Die sogenannte Schumann-Erklärung.  

Vorschlag Schumanns

Schumann schlug vor, eine gemeinsame Produktionsgemeinschaft für Kohle und Stahl zu gründen. Der Plan sollte in erster Linie künftige Kriege zwischen europäischen Staaten verhindern. Insbesondere zwischen Deutschland und Frankreich. Gesagt, getan. Zwei Jahre später, im Jahr 1952, tritt die EGKS in Kraft. Die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl, auch genannt Montanunion. Gegründet wurde sie von sechs Staaten unter anderem Frankreich, Deutschland und Italien.

Folgen des Plans

Als erste übernationale Organisation gilt sie heute als Ursprung der Europäischen Union. Im Jahr 1985 wurde beim Mailänder Gipfeltreffen der Staats- und Regierungschefs schließlich der Europatag ins Leben gerufen. Ein Tag zum Gedenken an den Schumann Plan. Aber auch zur Erinnerung an die Grundidee der Europäischen Union: Freiheit und Einheit.

Der Beitrag zum Nachhören:

Ein Beitrag von Janick Nolting
Europatag

 

 

Kommentieren

Janick Nolting
09.05.2018 - 16:20