GameCheck: AER

Der Traum vom Fliegen

Der Traum vom Fliegen – er kann Wirklichkeit werden. Das Indiegame AER will ein kurzweiliges Entspannungsspiel sein. Und wer ein Fan von "Journey" ist, wird in AER genau ein Spiel nach seinem Geschmack finden.
AER
Das Fliegen ist ein Zuckerstück in AER

Das Indiegame AER wird nicht nur wie die englische Luft ausgesprochen, es spielt auch hauptsächlich in der Luft. Denn in dem kleinen, aber sehr zerfallenem Land der Götter hat der große Zerfall dazu geführt, dass die Welt in viele kleine Inseln zersprungen ist. Und um zwischen diesen in der Luft schwebenden Inseln hin und her zu reisen, muss man Fliegen.

Gut, dass die kleine Protagonistin Auk ist eine Formwandlerin ist. Auf ihrer Pilgerreise erhält sie von der Priesterin Karah eine kleine Laterne. Diese macht es Auk und damit auch der/dem Spieler*in möglich, die Geschichte des Landes und die Gründe für den großen Zerfall zu erfahren. Das bleibt allerdings trotz der Laterne ziemlich an der Oberfläche und ermöglicht nicht viel Einblick. Als Spieler*in muss man sich viel dazu reimen und seiner Fantasie freien Lauf lassen.

Die Rezension zum Spiel:

 

AER sieht vielleicht aus wie ein Kinderspiel, ist auch sehr kinderfreundlich, aber das Aussehen ist ein aus den 90ern wieder auflebender Grafikstil namens Low Poly. Die Figur, ja die ganze Welt ist in dieser einfach und bunten Machart gestaltet. Das ist schön anzusehen, allerdings auf die Dauer langweilig, da die Welt auch einfach ziemlich leer ist. Es gibt wenig zu entdecken bis auf ein paar vereinzelte Tiere und ein kleines Dorf. Da ist das Highlight des Spiels wahrlich das genial und ziemlich realistisch programmierte Fliegen. Mit einer VR-Brille wäre das Spiel sicher ein netter Zeitvertreib. Jetzt wirkt es allerdings nur so, als sei dem Entwicklerstudios Forgotten Key nach dem entwicklen der Welt und des Fliegens das Geld aus gegangen.

Nach rund fünf Stunden ist das Spiel nach einem etwas unbefriedigtem Ende durchgespielt. Denn es gibt nur drei Rätsel-Dungeons – diese lassen sich allerdings einfach lösen. Angst vor dem Sterben der Figur brauch man auch nicht haben, denn es gibt keine Gegener und sollte man vom Himmel fallen, erscheint Auk einfach wieder auf einer der zahlreichen Inseln.

Insgesamt kann man sagen, dass das Spiel kurzweilig ist und zur vorübergehenden Entspannung sorgt. Kinder und Fans von Journey werden sicher auf ihre Kosten kommen, alle anderen wird es wie ein unfertiges Zelda erscheinen.

Und wer noch mehr Eindrücke braucht, kann sich in unserer Bildergallerie ein paar Screenshots vom Spiel anschauen:

 

Kommentieren

AER – Memories of Old

 

Entwickler: Forgotten Key 

Publisher: Daedalic Entertainment

Plattformen: PC, Mac, XBox, PS4

Kosten: ab 14,99€