Nebenkosten steigen extrem

Der Mieter bezahlt die Energiewende

Die Energiewende belastet die Mieter. Wo die Kaltmieten im moderaten Rahmen bleiben, steigen die Nebenkosten hingegen um ein Vielfaches an. Wie kann man dem entgegenwirken? Wie können künftige Lösungsansätze aussehen?

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Energie sparen – das bedeutet für den Mieter vor allem der Umstieg auf erneuerbare Energien. Doch die Energiewende kommt ihm teuer zu stehen. Die Kaltmieten sind der LWB zufolge nur um ein Prozent im Jahr gestiegen. Die Nebenkosten hingegen sind enorm in die Höhe geschossen. Das bestätigte auch Axel Gedaschko, Präsident des Bundesverbandes deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen, dem GdW. So seien die Stromkosten um 80 Prozent, die Kosten für die Wärme um 112 Prozent gestiegen.

Der Mieter zahlt für die Energiewende

Gebäude zu sanieren, zu dämmen und den energiepolitischen Vorgaben anzupassen, kostet viel Geld, ebenso Neubauten zu errichten. Ein Teil dieser Kosten wird auf den Mieter abgewälzt. Zudem treibt die Fernwärmeversorgung die Nebenkosten in die Höhe. Obwohl Energie eingespart werden kann, da beispielsweise durch die bessere Dämmung weniger geheizt werden muss, steigen die Kosten. Denn um ihre festen Kosten zu decken, erhöhen die Versorger ihrer Energiepreise.

Die Beteiligung des Bürgers soll die Sanierungsmaßnahmen ergänzen

LWB und GdW trafen sich heute, um über die wohnungswirtschaftliche Situation zu informieren. Es wurden Lösungen vorgestellt, um die Nebenkosten zu begrenzen. Bauliche Veränderungen an den Gebäuden reichen nicht aus, um die Energiewende im wohnwirtschaftlichen Bereich bezahlbar zu machen. LWB und GdW befürworten eine Kombination von Maßnahmen, in der insbesondere die Einbeziehung des Mieters und seine Mitwirkung bei den Sparmaßnahmen eine Rolle spielt.

 

Der Mieter zahlt für die Energiewende. Ein Beitrag von Vivien Roth
 
 

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