Neuer Veranstaltungsort

Der Kupfersaal in der Kupfergasse

Es gibt eine neue Spielstätte im Leipziger Zentrum. In der Kupfergasse 2, direkt neben Uni, Moritzbastei und Co. eröffnete am 9. September der Kupfersaal. Die Philharmonie Leipzig und der Livelyrix e.V. finden hier ihr neues Zuhause.
Die Philharmonie bei der Eröffnung.
Die Philharmonie bei der Eröffnung.

Von Poetry Slam und Lesebühne, über Klassik bis hin zum Rockkonzert. Der Kupfersaal will alles; und am liebsten alles auf einmal. Das Organisationsteam möchte experimentieren:

Wir haben eine Bühne, da kommt die klassische Musik drauf, da kommt die Liveliteratur drauf und zwischendurch schaffen wir es immer wieder, das zu kombinieren. Also das ist so der grundlegende Gedanke bei uns.

Julius Fischer, Livelyrix e.V.

Die Eröffnung des Kupfersaals.
Die Eröffnung des Kupfersaals.

Zugegeben, es fällt recht schwer, den neuen Kupfersaal auf der kulturellen Plattform Leipzigs einzuordnen. Doch muss wirklich jedes Publikum seine eigene Spielstätte haben? Kurator Christian Meyer möchte bewusst ein breites Publikum ansprechen:

Es ist auch nicht so, dass wir jetzt unbedingt die älteren Leute, die Klassik hören, oder die Leute, die Klassik hören, wollen wir nicht unbedingt dazu kriegen, jetzt zum Poetry Slam zu kommen oder auch die Poetry Slam Leute, die wollen wir jetzt nicht dringend irgendwie zu Orchesterkonzerten oder sowas einladen.

Christian Meyer, Kurator

Stattdessen wollen sie vor allem eines, sagt er: Gute Kultur auf die Bühne bringen.

Ein Saal mit Geschichte

Dabei war der Kupfersaal nicht immer Kupfersaal. Zunächst als Messeraum konzipiert, residierte in den 30er Jahren dort das Wirtshaus Naumann-Bräu. Zuletzt wurde er als Interims-Spielstätte des Kabarett academixer und als Schreibwarenladen Pfennigpfeiffer genutzt. Der Saal diente auch mal dem Jugendclub Kalinin. Eine ehemalige Leipziger Studentin erinnert sich, wie sie dort gut und günstig zu Mittag aß.

Kontrast: Weiße Wände schwarzer Boden.
Kontrast: Weiße Wände schwarzer Boden.

Sie sagt, es sei ein ziemlich dunkles Gewölbe gewesen mit farbigen Glaswänden. Von dem dunklen Gewölbe ist wenig übrig geblieben. Die Wände sind weiß gestrichen, ebenso wie die Kassettendecke. Einen Kontrast bietet der Boden: er glänzt in sattem Schwarz. 560 Leute passen in den Saal. Von den Plätzen aus hat man einen guten Blick. Aber wie steht es um die Akustik?

Für Lesungen funktioniert er sehr gut, weil er groß ist, aber trotzdem trocken. Also du hast nicht das Gefühl, dass du in ´ner Halle sitzt, die immer mitschwingt, das hat man zum Beispiel manchmal bei Museumseröffnungen.

Julius Fischer, Livelyrix e.V.

Livemusik im Kupfersaal.
Livemusik im Kupfersaal.

Für klassische Musik ist der Raum relativ flach, sagt er. Deshalb werde man sehen, inwiefern er mitschwinge.

 

 

 

 

 

Bekommen Sie hier mehr Eindrücke vom Saal:

Larissa Beck war bei der Eröffnung und der ersten Veranstaltung im Saal dabei.
1909 Kupfersaal

 

 

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Larissa Beck, Nadja Bascheck
25.09.2017 - 13:21
  Kultur