#le1803

Demo verlief überraschend friedlich

Am 18. März 2017 fanden rechtsextreme Demonstrationen in Leipzig statt. Die Polizei befürchtete erneut Ausschreitungen. Die Versammlung verlief aber weitgehend friedlich.
Demonstration auf dem Bayrischen Platz
Demonstration auf dem Bayrischen Platz

Am 18. März versammelte sich die rechtsextreme Gruppierung „Die Rechte“ zu einem Aufmarsch. Die Demonstranten marschierten dabei vom Stadtteil Connewitz bis zur Südvorstadt. Insgesamt verlief die Versammlung friedlich. Es kam kaum zu Ausschreitungen. Laut dem Polizeisprecher der Polizeidirektion Leipzig, Andreas Loepki, lag das vor allem an der guten Vorbereitung der Beamten. Es wurden einige Vorsichtsmaßnahmen getroffen.

Massiver Gegenprotest

Statt der angekündigten 400 Teilnehmer der rechten Organisation nahmen nur rund 150 Menschen an der Demonstration teil. Dagegen gab es über 2000 Gegenprotestanten. Allein 500 Menschen nahmen an einer Demonstration der Bewegung „Leipzig nimmt Platz“ teil. Gegenproteste kamen unter anderem auch von der Initiative "Für das Politische" und der Antifa Leipzig. Die rechte Veranstaltung wurde bereits am Nachmittag, also einige Stunden früher als geplant, beendet. 

Protest gegen rechte Demonstration

Große Befürchtungen

Schon im Dezember 2015 gab es Demonstrationen von rechtsradikalen Organisationen. Damals lieferten sich linksextreme Gegendemonstranten Straßenschlachten mit der Polizei und verursachten erhebliche Straßenschäden. Bei der Demonstration am 18. März diesen Jahres wurden ähnlich viele Teilnehmer erwartet wie im Dezember. Die Polizei bereitete sich deswegen auf weitere Ausschreitungen vor. 

Großaufmarsch der Polizei

Insgesamt begleiteten rund 2.500 Einsatzkräfte die Demonstrationen. Die Polizeidirektion Leipzig bekam dabei Unterstützung aus sieben anderen Bundesländern. Während der angemeldeten Versammlung kam es nur zu wenigen Situationen, die das Eingreifen der Polizei gefordert hätten. Am Ende des Tages wurden 20 Straftaten registriert. Vereinzelt wurden Steine oder andere Gegenstände geworfen. Außerdem mussten die Polizisten mehrfach wegen Verstößen gegen das Vermummungsverbot eingreifen. 

Den gesamten Beitrag von mephisto 97.6 Redakteur Linus Zosel finden Sie hier:

Ein Beitrag von mephisto 97.6 Redakteur Linus Zosel
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Maria Reis
20.03.2017 - 18:28