Game of Thrones

Das Selbstmordkommando von Westeros

Nur noch zwei Folgen verbleiben in der 7. Staffel von „Game of Thrones“. In der neuesten Folge „Eastwatch“ erfahren wir etwas über einen neuen Kriegsplan und zusätzlich taucht ein lange verschollener Charakter wieder auf.
Kit Harington in "Game of Thrones"
Jon Snow geht auf Tuchfühlung mit Daenerys´ Drachen

ACHTUNG SPOILER!!!

Schon die erste Szene der Folge fügt sich nahtlos an das Ende der letzten Folge an: Jaime Lannister (Nikolaj Coster Waldau) und Ser Bronn (Jerome Flynn) überleben den Sturz in den See und tauchen mit lautem Schnaufen über der Wasseroberfläche auf. Beide begeben sich wieder in Richtung King’s Landing, um über die Niederlage gegen die Großmacht Dany’s (Emilia Clarke) zu berichten. Dort findet Davos (Liam Cunningham) eine lang verschollen geglaubte Figur in der Schmiede: Gendry (Joe Dempsie), den Bastardsohn von Robert Baratheon. Er schließt sich nun ebenfalls Drachenkönigin Daenerys an. Die versucht mittlerweile gemeinsam mit Jon (Kit Harington) und Tyrion (Peter Dinklage) einen Plan zu kreieren, Cersei (Lena Headey) von der Existenz der White Walker zu überzeugen, um mit ihr gegen diese vorzugehen.

In Winterfell distanzieren sich Arya (Maisie Williams) und Sansa (Sophie Turner) immer weiter voneinander. Diese Situation nutzt Littlefinger (Aiden Gillen) gekonnt aus. Auch Cersei spinnt neue Intrigen, nachdem sie über die „Gefahr jenseits der Mauer“ erfahren hat. Eine siebenköpfige Gruppe, geführt von Jon Snow, macht sich nun auf den Weg Richtung Norden, um einen der lebenden Toten zu entführen. Mit diesem wollen sie Westeros auf die kommende Gefahr aus dem Norden aufmerksam machen.

Alle Infos und Theorien zur neuen Folge gibt es zum Nachhören in unserem fünften Podcast. Dieses Mal mit Yannick Jürgens, Lukas Jahn, Dennis Blatt und Janick Nolting:

Die Ruhe vor dem Sturm

Eastwatch kommt die undankbare Aufgabe zu, die Brücken zwischen den großen Höhepunkten der Staffel zu schlagen. Bevor es voraussichtlich in der kommenden, vorletzten Folge wieder zu einer großen Actionszene jenseits der Mauer kommen wird, muss die Handlung an allen Ecken und Enden noch vorangetrieben werden. Das gelingt den Machern der Serie leider nur teilweise, da sich für einen Großteil der Handlungsstränge kaum noch Zeit genommen wird. Ein wichtiges Ereignis wird an das nächste gereiht, wichtige Informationen wie der Thronanspruch von Jon in Nebensätzen abgehakt.

Zwar gibt es immer noch viele unterhaltsame Dialogzeilen und Treffen von Charakteren, einen bleibenden Eindruck hinterlassen die unzähligen, gerafft erzählten Wendungen jedoch kaum. Außerdem sollte man es bei den Plänen hinsichtlich der White Walker mit der Logik nicht ganz so ernst nehmen. Es fällt den Machern offensichtlich immer schwerer, die ungeheure Fülle an offenen Enden zu bändigen.

Der Trailer zur sechsten Episode:

 

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Lukas Jahn
17.08.2017 - 11:48
  Kultur