Uni-Kürzungen

"Das Rektorat ist nicht zukunftsfähig"

Fast zwei Wochen wurde das Rektorat der Uni Leipzig von Theaterwissenschaftsstudenten besetzt. Das ist jetzt vorbei. Die Proteste sind aber noch lange nicht zu Ende.
Pressekonferenz
Fast zwei Wochen besetzten die Studenten das Rektorat.

286 – das ist die Zahl der Stunden, die Theaterwissenschaftsstudenten in den vergangenen zehn Tagen im Rektorat der Universität Leipzig verbracht haben. Hier wurde besetzt. Und das hieß nicht nur schlafen und sitzen (und essen), sondern auch zum Diskurs einladen, Lehrveranstaltungen abhalten, Öffentlichkeitsarbeit betreiben.

Protest mit Marke

Das gelang gut. Mit eigener Marke "Die Amputierten", eigenem Logo, eigenem Facebookauftritt und eigenem Protestsong. Trotzdem: Die Protestler zogen heute einen Schlussstrich. Die Besetzung ist zu Ende und das mit gemischten Gefühlen. Der geschäftsführende Direktor der Leipziger Theaterwissenschaft Günther Heeg bezeichnete die Aktion als Erfolg:

"Die Studenten haben das Rektorat gezwungen, Farbe zu bekennen."

Die Besetzer selbst hingegen kritisierten die eingeschränkte Dialogbereitschaft des Rektorats. Rektorin Beate Schücking selbst äußerte sich zuletzt nicht mehr. Einem aktuellen Bericht von Zeit Online zufolge befinde sie sich zurzeit im Urlaub. Auch Gespräche mit den Prorektoren seien nicht zufriedenstellend gewesen. Es sei sich nicht mit der strukturellen und inhaltlichen Ausrichtung des Instituts für Theaterwissenschaft beschäftigt worden.

Rektorin im Urlaub

Die Universität Leipzig hingegen bezeichnete in einer Presseerklärung vom Mittag die Dialoge mit den Studenten als "konstruktiv". Eine Fortsetzung sei geplant.

Indes sieht man bei der Institutsleitung selbst neue Möglichkeiten. Sofern weitere Wege des Protests scheitern sollten, behalte man sich eine Klage gegen das Vorgehen bei den Mittelkürzungen des Rektorats vor. Dies solle nun geprüft werden. 

Moderatorin Susi Kraft spricht mit Redakteur Florian Zinner über das Ende der Rektoratsbesetzung.
 

 

 

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