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Das Ende einer Ära

2012 war "Dishonored: Die Maske des Zorns" ein überraschender Erfolg. Ein DLC und ein zweiter Teil folgten. Mit "Dishonored: Der Tod des Outsiders" schließt Entwickler Arkane Studios nun die bisherige Handlung der Dishonored-Spiele endgültig ab.
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Ein letzter Auftrag für Billie Lurk

Keine weiteren Geschichten über den entehrten Corvo Attano oder die meuchelnde Kaiserin Emely Kaldwin. Der Gedanke macht ein wenig wehmütig. Zwar schließt Arkane Studios eine mögliche Fortsetzung der Reihe nicht aus, aber es würde wohl neue Charaktere geben.

Dafür holt 'Der Tod des Outsiders' aber noch einige Nebencharaktere der Serie zurück und gibt auch ihnen einen Abschluss. An forderster Front dabei ist Billie Lurk. Der Spieler schlüpft diesmal in die Rolle der ex-Assassine, um einen letzten Auftrag abzuschließen. Denn der Titel hat es schon verraten: Billie will den schwarzäugigen Mistkerl, wie der Outsider im Spiel bevorzugt genannt wird, töten.

In gewohnter Dishonored-Marnier gibt der neue Standalone Teil einiges an großartigen Neuerungen her - schränkt dabei aber zugleich auch ein.

Wie, nur drei Kräfte?

Das Spielprinzip entspricht im Grunde dem der Vorgängerteile. Zwar muss Billie keine
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mit Platztausch kann Billie sich teleportieren

Zielpersonen ausschalten, aber trotzdem kann man wählen, wie sie am besten zu ihrem Zielort gelangen soll. Unerkannt über die Dächer huschend oder als Passant getarnt an den Stadtwachen vorbei laufen? Oder doch lieber mit gezogener Klinge auf Konfrontationskurs gehen? Dieshonored lässt dem Spieler die Wahl. Da das Spiel diesmal etwas linearer und die Spielwelt kleiner ist, gibt es aber nicht ganz so viele Möglichkeiten, sich kreativ auszuleben. Das spiegelt sich auch in Billies Fähigkeiten wieder. Zwar sind Weitblick und Platztausch ein nettes Upgrade von Corvos Fähigkeiten Nachtsicht und Teleportieren. So kann Billie mit Weitblick kurz die Zeit anhalten und Ziele markieren, die auch nach Beenden der Fähigkeit markiert bleiben (und das Kombinieren mit Platztausch eröffnet ein paar nützliche Möglichkeiten!) Dafür erhält Billie zusammen mit der Fähigkeit Trugbild nur drei magische Fertigkeiten. Vorbei also die Zeiten, wo Corvo mit einer Kraft einen Schwarm Ratten beschwor und mit einer anderen den Körper einer der Nager übernahm. Billies Kräfte machen absolut Spaß - besonders wenn man stealthy spielt - aber das ist schade.

Was ist Politik?

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schleichen ist ein integraler Teil des Spiels

Dafür wurde an anderen Spielelementen gefeilt. So füllt sich die Energie des Nichts, die Billie zum Benutzen ihrer Kräfte braucht, von alleine wieder auf. Das macht die geringe Auswahl an Kräften zum Teil wieder wett. Und auch die Änderung des Chaos-Systems ist positiv. So wird das Ende des Spiels nicht davon beeinflusst, ob der Spieler unbemerkt bleibt, oder lieber fröhlich metzelt. Das recht komplexe Chaos-System von "Dishonored 2" mochte für eine Kaiserin und ihren Beschützer sinnvoll gewesen sein. Aber zu Billie passt politische Intrige nicht wirklich. Auch dies ist also eine willkommene Neuerung.

Launch-Trailer: Eine übernatürliche Assassine

 

Fazit

"Dishonored: Der Tod des Outsiders" tut im Grunde das, was Dishonored am besten kann: Es bietet seinen Spielern eine komplexe Welt, in der sie sich austoben können. Zwar gibt es hier und da einige Einschränkungen - aber letztlich ist es ein sehr gelungenes Spiel mit einer Story, die dem Dishonored, wie wir es bisher kannten, einen würdigen Abschluss liefert.

Die komplette Rezension gibt es hier nochmal zum Nachhören:

Rezension zu "Dishonored: Der Tod des Outsiders"
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