Festival: Impericon 2018

CIRCLE PITeldie und STAGE DIVErick

Machten sich am 28.04. auf eine lange Reise zur Leipziger Messe. Begleitet wurden sie von langhaarigen Metallern, schon lang ergrauten Rockern und Hardcore Fans. Denn das all-jährige Impericon Festival lud wieder zum gemeinsamen abrocken ein.
Auf dem Impericon Festival in Leipzig.
Im Außenbereich des Festivalgeländes gab es genug Platz um neue Kraft zutanken in der Sonne.

Schon auf der Fahrt zum Messegelände hoben sich die Festivalgänger mit ihren Band T-Shirts und ihrer dunklen Kleidung von den anderen Reisenden in der Straßenbahn ab. Dadurch war es nur schwer sich zu verlaufen oder bei der falschen Haltestelle auszusteigen. Auf dem Messegelände angekommen, versammelten sich noch einige um das angelegte Wasserbecken herum, um vor dem anstehenden Musikmarathon Kraft zu tanken.

Vom Hellen ins Dunkle

Es kostete schon ein bisschen Überwindung sich von dem sonnigen Wetter in die eher dunkle Halle zubegeben. Als man dann durch die Kontrollen in der Halle ankam, mussten sich die Augen erst mal an die dunkle Atmosphäre gewöhnen. Im hinteren Viertel stand eine große Tribüne bereit, für alle, die mal eine Pause von dem Gedränge vor der Bühne brauchten. Außerdem war der Ausblick von dort auf die zwei großen Bühnen direkt gegenüber einfach perfekt. Dazwischen war natürlich noch mehr als genug Platz für alle Festivalgänger, die lieber direkt im Geschehen dabei sind.

Auf dem Impericon Festival in Leipzig.
Ein Blick von der Tribüne auf die beiden Bühnen des Festivals.

Wer aber noch ein bisschen Sonne tanken und frische Luft schnappen wollte, konnte sich in den Außenbereich flüchten. Dort gab es auch die Möglichkeit seine Gesangskünste unter Beweis zu stellen. In der Mitte des eingezäunten Bereiches stand ein Anhänger, auf dem eine Band jeden begleitete, der es sich zu ihnen hinauf traute. Dabei wurde jeder wie ein richtiger Rockstar gefeiert, denn vor dem Anhänger wurde einfach zu jeden Lied gepogt.

 

Publikum vor der Karaokebühne im Außenbereich.

Springen, Klatschen, Pogen 

Zu den ersten Bands war es noch recht luftig in der Halle. Aber ab Obey The Brave und Knocked Losse hatte sich dann eine konstante Masse vor den Bühnen gebildet, die von Gruppe zu Gruppe wuchs. Zwischendurch gab es dann auch noch was für alle, die in ihrer Jugend der Emo Ära verfallen waren. Denn die kanadische Band Silverstein spielte neben ihren neuen Songs auch ein paar alte Hits der Emo/Scremo Szene. Der Sänger der Band, Shane Told, musste leider eine für Leipzig geplante Akustik Session absagen, da er stimmlich ein bisschen angeschlagen war. Aber er ließ es sich nicht nehmen, den Song "My Heroin" mit seiner Akustikgitarre anzuspielen.

 

Auf dem Impericon Festival in Leipzig.
Redakteurin Claudia Hempel zusammen mit Frontsänger Shane Told von der Band Silverstein.

Claudia Hempel hat Shane Told vor dem Konzert gefragt, was er mit Leipzig verbindet. Das Interview gibt es hier zum Nachhören:

Claudia Hempel im Gespräch mit Shane von Silverstein.
Interview Silverstein

Vor Eskimo Callboy spielte noch die Metalcore Band Neaera. Die Münster Jungs hatte sich eigentlich 2015 aufgelöst, aber für das Impericon Festival in Oberhausen und in Leipzig spielten sie dieses Jahr zwei exklusive Konzerte. Einer der Gründe war die Teilnahme von Heaven Shall Burn am Impericon Festival. Neaera hatte mit Heaven Shall Burn ausgemacht, dass wenn die eine Band spielt, auch sie spielen würden. An ihre Abmachung mussten sie sich natürlich halten. Zur Freude der Fans, denn die feierten Neaera um so mehr.

Eskimo Callboy überzeugte wieder mit einer Mischung aus metalligen Sounds und elektronischen Klängen. Das schwarze X vom Cover ihres neusten Albums stand in der Mitte der Bühne. So einige Stage Diver hätten sich bestimmt gewünscht noch näher an das X zugelangen. 

 

Auf dem Impericon Festival in Leipzig.
Eskimo Callboy auf dem Impericon Festival.

Das Highlight des Abends war der Headliner Heaven Shall Burn. Mit ihrem Konzert beim Impericon Festival verabschiedeten sie sich von ihren Fans in eine längere Pause. Deshalb nutzten alle nochmal die Chance zu den Lieder richtig abzugehen. Dabei kam es zu mehreren Wall of Deads. Hunderte von Stage Divern überquerten die Köpfe der Festivalgänger und Sänger Marcus Bischoff stellte die Masse vor die Aufgabe einen riesigen Circle Pit durch die gesamte Halle zu errichten. Natürlich wurden seinem Wunsch Folge geleistet und alle rannten begeistert in eine Richtung los. Damit bekam auch das Festival seinen verdienten Abschluss.

 

Auf dem Impericon Festival in Leipzig.
Die Redakteurin Claudia Hempel mit dem Gitarristen Maik Weichert von der Band Heaven Shall Burn.
 

Claudia Hempel hat sich mit Gitarristen Maik Weichert über ihre anstehende Pause unterhalten. Das Interview gibt es hier zum Nachhören:

Claudia Hempel im Gespräch mit Maik von Heaven Shall Burn.
Heaven Shall Burn Interview

Fazit

Dieses Jahr war das Line Up bunt zusammen gemixt. Man konnte zu Hardcore Bands in den Pit springen, aber auch mal zu angenehm rockigen Balladen singen, oder die Mischung von Gitarren Riffs und elektronischen Klängen hören. Diese Vielfältigkeit von Bands war nur möglich, da das Festival diese Jahr auf dem Messegelände in Leipzig stattfand und es Platz für zwei Bühnen gab. Somit konnte Impericon einen größere Auswahl an Musik für alle Festivalgänger stellen, ganz abzusehen von der Karaokebühne im Außenbereich.

 

 

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