Interview: The Cat Empire

Charismatische Katzen

Die Katzen waren da! The Cat Empire haben am 28. Oktober ihr erstes Leipzig-Konzert im rappelvollen Werk 2 gegeben. Sänger Felix Riebl hat uns zuvor Fragen zur Tour und zum neuen Album beantwortet und uns verraten, wieso er Deutsch sprechen kann.
Felix
Strahlt Gelassenheit und Freude aus: Felix Riebl

Irgendwann ist immer das erste Mal. Ende Oktober spielten The Cat Empire ihr allererstes Konzert in Leipzig. Für eine Truppe mit einer über 15-jährigen Bandgeschichte und zahlreichen Deutschland-Touren schon etwas Außergewöhnliches. Dabei hätte der Auftritt für die Australier besser nicht laufen können: Ausverkauftes Haus in der großen Halle im Werk 2. Über zwei Stunden stellten The Cat Empire unter Beweis, warum sie als tadellose Live-Band gelten. Das ausgelassen feiernde Publikum nahm es dankend an. Die Improvisationen von Keyboarder Ollie McGill, die spritzige Bläsersektion, Scratching-Einlagen, die Gesangsolos vom bärtigen Harry James Angus oder die natürliche, charismatische Art von Sänger Felix Riebl: die Katzen-Gang macht auf der Bühne einfach Spaß – und powert voll durch.

Bitte keine Schubladen!

Vielen Leuten fällt es schwer, die Musik von The Cat Empire zu beschreiben. Eigentlich ist der Stilmix auch gar nicht definierbar, es wird jedoch immer wieder versucht. Felix Riebl nennt im Interview die Bezeichnungen, die er gar nicht gut findet.

Ich mag die Genres gar nicht, die man uns zuordnet. Oft höre ich „Ska“ und „Jazz“ und denke mir so: Nein! Das beschreibt einfach gar nicht unsere Musik. Oder auch „Party-Band“. Aber man gewöhnt sich dran. [...] Und ganz ehrlich, mir fällt auch keine bessere Bezeichnung für unsere Musik ein. Also lasse ich die einfach mal so durchgehen.

Felix Riebl

Alle drei
 

Im Interview stellt sich Felix Riebl stets freundlich unseren Fragen zum Tourleben, dem Songwriting und seinem persönlichen Leben. Seine Antworten sind oft inspirierend und zeigen, dass der Australier auch abseits der Bühne ein besonderes Charisma ausstrahlt – auch bei schwierigen Themen. Auf die Frage nach negativen Reaktionen auf den kraftvollen Song „Bataclan“, der in gewohnter Cat-Empire-Manier die letztjährigen Anschläge in Paris verarbeitet, antwortet er:

Es gab einige französische Fans, die über den Song ein bisschen wütend waren und meinten, sie könnten dazu nicht tanzen. Das kann ich komplett nachvollziehen. Es ist ein Song über meine Liebe zu Live-Musik, und es ist toll zu sehen, wenn die Leute dazu vor der Bühne tanzen.

Felix Riebl über den Song „Bataclan“

Außerdem erzählt Felix Riebl von der Entwicklung von The Cat Empire, wie er persönlich Musik schreibt, wo er sich zuhause fühlt und wie es zu seinem Solo-Album „Paper Doors“ kam. Am Ende des Gesprächs verrät er sogar, wieso er ziemlich gut deutsch spricht.

Hier finden Sie das komplette Interview in englischer Sprache:

Musikredakteure Tina Küchenmeister und Till Bärwaldt im Interview mit Sänger Felix Riebl
 
 

Kommentieren

The Cat Empire auf mephisto 97.6:

Die Alben von The Cat Empire und Felix Riebl waren bei mephisto 97.6 ein großes Thema im Jahr 2016: Sowohl „Rising With The Sun“ wie auch „Paper Doors“ waren bei uns die CD der Woche.

 

The Cat Empire im Web 2.0:

Wer wissen will, wie es bei der Katzen-Gang hinter der Bühne abgeht, findet hier einen Backtage-Jam des Songs „Wolves“.

 

The Cat Empire live:

Auch wenn es nicht ganz an die Live-Erfahrung herankommt: Hier gibt es ein komplettes Konzert aus Brüssel im Jahr 2013.