Bundestagswahl

CDU-Direktkandidat Jens Lehmann

mephisto 97.6 stellt die Leipziger Direktkandidaten für die Bundestagswahl vor. Diesmal: Jens Lehmann. Er kandidiert für die CDU im Wahlbezirk Leipzig-Nord. Wir haben mit ihm gesprochen.
Jens Lehmann (CDU) tritt im Wahlkreis I Leipzig an.
Jens Lehmann (CDU) tritt im Wahlkreis I Leipzig an.

Mit festem Händedruck begrüßt mich Jens Lehmann in seinem Wahlkampf-Büro in Leipzig-Engelsdorf. Statt Hemd und Krawatte trägt er Jeans und T-Shirt. Gerahmte Fotoaufnahmen an den Wänden zeigen ihn auf dem Höhepunkt seiner Radsportkarriere: Wie er fährt, triumphiert, die Bahn küsst. Jens Lehmann ist der Typ Vollblut-Sportler. Dass er das auch auf die Politik überträgt, verwundert nicht. Für ihn geht es stets um Gewinnen oder Verlieren.

Neuer Anlauf für den CDU-Politiker

Schon vor 12 Jahren kandidierte Lehmann als CDU-Direktkandidat für den Bundestag. Diesmal soll es nun wirklich klappen – mit der nötigen Unterstützung aus seinem Wahlkreis. So sagt er:

Viele wünschen mir Glück für den Bundestagswahlkampf. Ist schon überraschend, wenn ich durch Gohlis laufe und da kommt irgendjemand angelaufen, wünscht mir viel Glück für den Bundestagswahlkampf. Das freut mich natürlich und zeigt mir, dass die Leute das auch irgendwo wahrnehmen.

Politisch konzentriert sich Lehmann vor allem auf Familien, Bildung und – sein Herzensthema – den Sport. Sein Ziel: Leipzig als Olympiastandort erhalten. Sollte er gewählt werden, will er sich vor allem für Leipziger Belange einsetzen – so wie bisher als CDU-Stadtrat.

Mit 12 Jahren zum Radprofi

Ein echter Leipziger ist Lehmann aber nicht. Er kommt aus Stolberg, einer kleinen Ortschaft im Südharz. Sein Elternhaus ist konservativ geprägt. Mit 12 Jahren beginnt Jens Lehmanns Karriere im Bahnradsport, nicht viel später wird er erstmals deutscher Meister. Es folgen mehrere WM-Titel, bei den Olympischen Spielen in Barcelona holt er gar Silber und Gold.

Heute ist Lehmann Erzieher – und bestreitet politische Wettkämpfe, etwa gegen seine 3 Parteikollegen im Kampf um das Direktmandat vergangenes Jahr. Darunter auch: die umstrittene CDU-Politikerin Mandatsträgerin Bettina Kudla. Jens Lehmann hat eine Erklärung dafür:

Frau Kudla ist nie so ganz gelungen, diese Bodenhaftung, auch in der Partei – das kann man ja sehen, wie man es möchte. Aber auch in der Bevölkerung, die ist dort nie so richtig angekommen.

Es fehlen die Visionen

Jens Lehmann gibt sich hingegen bürgernah, zielstrebig. Das große Ziel - stets vor Augen: Nach Berlin soll es gehen, in den Bundestag. 191 km Entfernung, wie der Wegweiser in seinem Büro angibt. Die Chancen stehen gut, allein die Visionen fehlen ihm. An Problemen wie Armut und Ungleichheit redet er lieber vorbei: Den Menschen gehe es insgesamt gut - und im Grunde habe auch ein jeder die Chance, etwas aus seinem Leben zu machen.

An sportlichem Ehrgeiz mangelt es dem CDU-Politiker aber nicht. Ganz gleich, wie die Wahl ausgeht, will er das Ergebnis sportlich nehmen. Jens Lehman geht allerdings nicht davon aus, dass er verliert bei der Bundestagswahl am 24. September.

Das Porträt des Direktkandidaten gibt es hier zum Nachhören:

Jens Lehmann im Porträt - ein Beitrag von Magnus Raab.
Jens Lehmann im Porträt - ein Beitrag von Magnus Raab.
 

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