Eurokrise

Buy buy Europe?

Seit etwa 8 Jahren streiten sich Politik, Wissenschaft und Think Tanks: Wie kann man die Gemeinschaftswährung wieder stabil machen? Und gibt es alternative Maßnahmen zur aktuellen Politik?
Wie kann die Eurokrise gelöst werden?

Der Fachschaftsrat Soziologie lud zu den genannten Fragen zur Debatte ein. In der Veranstaltung wurde der Film Buy Buy Europe gezeigt, der einen Einblick in die Ursachen und den Verlauf der Krise gibt. Im Anschluss diskutierten die Anwesenden mit Nina Treu (Think Tank Konzeptwerk Neue Ökonomie) über den Film. 

 

Redakteur Tobias Schmutzler im Gespräch mit Nina Treu (Konzeptwerk Neue Ökonomie)
 

Laut ihr sind die Gründe für die Krise vielfältig, so seien die Staatsschulden durch die Bankenrettung erhöht worden; der Steuerwettbewerb zwischen den Staaten, schwächten sie; es gebe ein Handlungsungleichgewicht und ein schlechtes Finanzmanagement der Staaten. 

Der letzte Punkt würde jedoch zu stark von der Politik und den Medien betont, sodass die Öffentlichkeit ein verzehrtes Bild habe, wer verantwortlich für die Krise sei. Regierungen würden für Entscheidungen verantwortlich gemacht, die nicht in ihrer Macht liegen. Hetzkampagnen gegen einzelne Staaten und die Suche nach einem Sündenbock lehnt sie ab.

Sie wünscht sich vielmehr eine differenziertere Sicht auf die Krise. Diese sei nicht nur eine ökonomische, sondern auch eine ökologische. Die Lösungsstrategie, weiterhin auf Wachstum zu setzen, ist ihr zufolge nicht sinnvoll. Der Ressourcenabbau beschleunige nur die ökologische Krise.

Um die Eurokrise zu lösen, gebe es mehrere Möglichkeiten: eine gemeinsame Fiskalpolitik im Euro-Raum, die Austerität zu beenden und den Staaten wieder mehr Souveränität zu gewährleisten oder sozial-ökologische Steuern auszubauen.

 

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Alexandra Vollbrecht
17.04.2015 - 12:42

Was ist ein Think Tank?

Think Tank, auf deutsch Denkfabrik, werden Institute genannt, die durch Erforschung, Entwicklung und Bewerbung von politischen, sozialen und wirtschaftlichen Konzepten und Strategien Einfluss auf die öffentliche Meinungsbildung nehmen.