Internationaler Tag gegen Homophobie

Bunte Ballons für Gleichberechtigung

Homosexuell, heterosexuell, transsexuell - Menschen aller Sexualitäten sind Teil unserer Gesellschaft. Sexuelle Vielfalt wird allerdings nicht von jedem akzeptiert. Der Internationale Tag gegen Homophobie soll auf das Thema aufmerksam machen.
Luftballos über dem Augustusplatz
Hunderte bunter Luftballons sollen ein Zeichen gegen Homophobie und für sexuelle Vielfalt setzen.

Der Rainbowflash

Hunderte Luftballons in allen Farben des Regenbogens schweben in den blauen Himmel über dem Augustusplatz. Anlässlich des heutigen Internationalen Tages gegen Homophobie, Interphobie und Transphobie organisiert der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Sachsen den "Rainbowflash". Mit dieser Aktion sollen die Menschen für sexuelle Vielfalt sensibilisiert und Homosexualität gegenüber offener werden. Tom Haus vom LSVD betont, welche Bedeutung dieser Tag für die queere Gemeinde hat:

Es ist nicht der Feiertag der Schwulen und Lesben, es ist unser Kampftag. (…) Wir gehen auf die Straße und wollen etwas erreichen. Wir wollen Anerkennung, wir wollen Gleichstellung, wir wollen endlich die Ehe.

Tom Haus, Vorstand des Lesben- und Schwulenverbandes Sachsen

Marisa Becker spricht über ihre Eindrücke bei Rainbowflash:

Marisa Becker war beim Rainbowflash live vor Ort.
1705 Tag gegen Homophobie Luftballons

Ein Erfahrungsbericht

Tom Schremmer ist 22 Jahre alt, studiert Lehramt und ist im Süden Leipzigs aufgewachsen. In seiner Heimat fühlt er sich wohl - bisher musste er noch keine negativen Erfahrungen im Umgang mit seiner Sexualität machen. Im Gegenteil: Tom schätzt die Stadt als besonders offen und tolerant in Bezug auf sexuelle Vielfalt:

Ich glaube, wir leben in Leipzig in einer Blase: Hier kann ich mich ausleben. Wenn man in andere Städte geht, merkt man erst, wie gut es einem in Leipzig geht. Ich glaube, diese 'Blase' muss ich abschütteln. Darauf macht dieser Tag für uns als Leipziger Homosexuelle aufmerksam - es gibt eben nicht überall diese Offenheit. Das müssen wir nach außen tragen.

Tom Schremmer

Kritik übt er an der Politik. Nur die Linke und die Grünen würden sich für die Rechte der Homosexuellen einsetzen. Die SPD habe die Einführung der 'Homoehe' seit Jahren im Wahlprogramm, würde aber nichts an der aktuellen Lage ändern. Und konservative Parteien wie AfD und CDU sprechen sich konsequent gegen die Gleichstellung aus.

Marisa Becker hat mit Tom Schremmer über seine Erfahrungen in Leipzig gesprochen:

Marisa Becker über Homosexualität in Leipzig.
1705 Tag gegen Homophobie IDAHIT
 

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