Lexikon Bundestagswahl

Briefwahl

Was ist ein Überhangmandat? Was macht der Bundeswahlleiter? Und wie läuft die Regierungsbildung ab? mephisto 97.6 hat die Antworten zu diesen und mehr Fragen.
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Bei der Briefwahl kann ein Wähler unabhängig von Zeit und Ort per Brief wählen. Die Briefwahl muss dabei mündlich oder schriftlich bei der zuständigen Wahlbehörde beantragt werden. Danach schickt der Wähler den Stimmzettel zusammen mit dem Wahlschein in einem Umschlag per Post an das jeweilige Wahlamt. Wichtig ist dabei, dass der Brief entweder vor oder direkt am Wahltag abgeschickt oder beim Wahlamt abgegeben werden muss.

Die Wähler in Deutschland können bereits seit 1957 per Briefwahl abstimmen. Bis 2008 mussten dafür aber noch konkrete Gründe wie Abwesenheit im eigenen Wahlbezirk, Krankheit oder körperliche Gebrechen angegeben werden. Seit neun Jahren kann mittlerweile jeder die Briefwahl beantragen. Diese gilt sowohl bei der Bundestagswahl als auch bei Landtags- und Kommunalwahlen. Mittlerweile stimmen bereits immer mehr Wahlberechtigte in Deutschland per Brief ab. 2013 waren es schon fast 11 Millionen Menschen. Das entspricht knapp ein Viertel aller Wähler. Jeder Wähler erhält sogenannte Wahlbenachrichtigungen. Diese informieren ihn über die Eckdaten des Wahltages, den Ort und die genaue Zeit – außerdem beinhalten sie auch den Antrag für die Briefwahl.

Der Beitrag von mephisto 97.6 Redakteurin Finný Anton zum Nachhören:

Ein Beitrag von Finný Anton.
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Ella Kreße
15.08.2017 - 00:00