Neue Kunstausstellung in der GfZK

BildungsArt

Die neue Kunstausstellung "Explosion" von Mario Pfeifer ist seit kurzem in der Galerie für zeitgenössische Kunst zu sehen. Unter anderem hat er sich für seine Ausstellung auch intensiv mit dem Thema "Rechtsdruck in Sachsen" auseinandergesetzt.
Ein Ausschnitt aus einer Videoinstallation von Mario Pfeifer

Seit dem 01. Oktober 2016 kann man in der Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig die neue Ausstellung des Künstlers Mario Pfeifer bestaunen. Sein Fokus liegt vor allem auf sozialpolitischen Themen unterschiedlichster Gemeinschaften, die er in Videoinstallationen für den Besucher zugänglich macht.

In jeweils sieben abgetrennten Räumlichkeiten präsentiert er eine seiner Arbeiten. Dabei thematisiert er das Verschwinden einer traditionellen Fischergemeinschaft in Chile bis hin zu religiösen Subkulturen in Brasilien. Seine große Themenspannbreite zeigt sich aber auch in einer Videoinstallation der derzeitigen politischen Spannungen in Sachsen.

Der Ausstellungstitel Explosion stammt von einem Roman des Schriftstellers und Ethnologen Hubert Fichte, in welchem er die Lebensweisen von gesellschaftlichen Gruppierungen untersucht. Dabei hat Fichte verschiedenste Arbeitsweisen kombiniert, die auch Pfeifer auf seine Filmprojekte übertragen konnte. Das gibt ihm die Möglichkeit Gemeinschaften und ihren gesellschaftlichen Zusammenhang in der globalisierten Welt darzustellen.

Wer ist Mario Pfeifer?

Mario Pfeifer wurde 1981 in Dresden geboren. Heute lebt und arbeitet er in Berlin und New York. Für seine Karrierelaufbahn als Künstler begann er 2003 sein Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst hier in Leipzig und beendete seine letzten Studien in Californien im Jahr 2009. Seither ist er, rund um den ganzen Globus, Teil vieler Filmfestivals und Projekte. Vom Bankok World Film Festival bis hin zu zahlreichen Ausstellungen in den USA, ist er mittlerweile weltweit als Künstler etabliert.

Das besondere bei seinen sozialpolitischen Projekten ist, dass er sich durch sein kulturelles Interesse nicht nur mit seiner Kunst, sondern auch mit dem Alltag der Menschen vor Ort beschäftigt und an ihrem Leben teilnimmt.

Wie kommt ein neues Projekt in Pfeifers Ausstellungsrepertoire?

Die Land- und Themenauswahl Pfeifers geschieht meist intuitiv. Beim Lesen eines Artikels oder im Austausch mit anderen Künstlern kommen neue Ideen auf, mit denen er sich dann intensiver beschäftigt. Sein Interesse und das Bedürfnis mehr über das Thema zu erfahren, bringen ihn dann direkt vor Ort. Dabei spielen viele Zufälle eine Rolle, denn ein festes Drehbuch gibt es nicht. Den Menschen für die Videoinstallationen begegnet er beispielsweise auf der Straße oder im Restaurant nebenan.

Bei seinen Projekten unterscheidet sich dabei jedes einzelne. Nicht nur das Land, sondern auch die Machart der Videoinstallationen ist von Thema zu Thema neu interpretiert.

Spaltung in Sachsen

Dies ist ein Teil der Überschrift, die Pfeifer für sein neuestes Projekt verwendet. Durch seine Heimatverbundenheit zu Sachsen sind zahlreiche Interviews mit Bürgerinnen und Bügern entstanden, die über den Zustand der Demokratie Deutschlands und deren eigenen Empfindungen berichten. Inhalte wie Fremdenangst oder Lohnungleichheiten werden dabei intensiv thematisiert.

Worüber Pfeifers Kuratorin Kirsa Geiser noch berichtet hat, können Sie hier nachhören:  


 

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Miriam Moch
13.10.2016 - 16:51
  Kultur