Comicrezension

"Berlin 1931" | Eine Momentaufnahme

"Berlin 1931" fängt das Gefühl einer Zeit ein, in der Deutschland kurz vor dem Abgrund des Nationalsozialismus steht. Das ist zu gleich bedrückend und schön. Denn der Comiczeichner Raúl springt zwischen den Stilen und schafft starke Bilder.
Berlin 1931
Berlin 1931 von Raúl und Felipe Cava

Eine der drei Geschichten im Comics ist bereits in den siebziger Jahren in der spanischen Tageszeitung "El País" erschienen. Bei einer damaligen Auflage von mehr als einer Million. Die anderen beiden Geschichten sind in den Achtzigern in den Magazinen "Complot" und "Madrid" in Spanien erschienen. In Deutschland ist der Comic zum ersten Mal 2001 erschienen und jetzt in die zweite Auflage beim Avant-Verlag gegangen.

Bei der Erarbeitung des Comics haben sich Felipe H. Cava und Raúl weniger auf dokumentarisches Material gestützt sondern eher durch die Kunst der Zeit leiten lassen. Bei seinen vielfältigen Bildern wurde Comiczeichner Raúl inspiriert von Künstlern wie Liebermann, Kirchner, Heckel, Schmidt-Rotluff oder Grosz. Der Autor Felipe H. Cava dachte nach eigenen Angaben beim Schreiben an Döblin (vor allem in Form der Fassbinder-TV-Verflimung von "Berlin Alexanderplatz") und an die Texte von Auden, Spender und Sherwood.

Die Rezension als Video findet ihr hier:

 

 

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