GameCheck: Opus: Rocket of Whispers

Beerdigung im Weltall

Eine Postapolakylptische Welt verbindet man meist mit Seuchen, Atomwaffen, Zombies und Anarchie. Aber nicht mit einem entspannten Spiel, bei dem weder Waffen oder Gewalt eine Rolle spielt. "Opus: Rocket of Whispers" kann und will aber genau das!
Raketenstart OPUS
Erst beim Starten einer Rakete steht fest, ob eine erfolgreiche Weltraum-Bestattung statt findet oder Fei weiter bauen muss

Eine Apolkalypse mit Raketen und Geister

... mag für Einige sicher erstmal nach einer absoluten Schreckenswelt klingen. In der unbekannten Posapokalyptischen Welt von John und Fei ist es allerdings still. Und einsam. Denn außer den Beiden gibt es keine Überlebenden einer unbekannten Seuche mehr. Nur noch die Geister der Toten.
Denn nach dem Tod eines Menschen bleibt sein Geist zurück und findet nur im Weltall seine letzte Ruhe. Also ist es die Aufgabe von John und Fei eine Rakete zu bauen um die Geister zu ihrer letzten Ruhestädte zu führen. Als Spieler übernimmt man die Führung von John in der Postapokalyptischen Welt um Fei – einer Hexe und auch irgendwie eine Raketeningenieurin – die Materialien für die Raketen zu suchen.

Rakete 13, 14, 18

Ja, es müssen mehrere Raketen gebaut werden. Denn leider haben weder John noch Fei eine ordentliche Ausbildung als Ingenieure genossen. John wollte das zwar immer wie sein Vater werden, allerdings hat ihn die unbekannte Seuche einen Strich durch die Rechnung gemacht. Und Fei – als Hexe wäre und ist es zwar auch ihre Aufgabe, die Geister ihre letzte Ruhe zu geben und das Begräbnis abzuhalten. Allerdings lag sie 25 Jahre in einem Kryoschlaf um der Seuche zu entgehen und hat deshalb ihre Ausbilung auch nicht abgeschlossen. Dass alles erfährt man als Spieler durch kleine filmischen Cutscenes. Diese lockern das Spiel auf und lassen einen eine Bindung zu den zwei Charakteren den Spieles aufbauen.

Eine vollständige Rezension gibt es als Beitrag von mephisto 97.6 Redakteurin Conny Poltersdorf auch zum nachhören:

mephisto 97.6 Redakteurin Conny Poltersdorf hat das Spiel "OPUS: Rocket of Whispers" gespielt
 

Wie ein Vogel

... fühlt man sich, wenn man "Opus: Rocket of Whispers" spielt. Denn John leitet man in einer zuerst ungewohnten Draufsicht durch die winterliche Welt. Nach einem kurzen Tutorial gewöhnt man sich an diese andere Art der Third-Person-View. Das Spielprinzip ist leicht: John durch die Welt führen und dabei leere Häuser durchsuchen um die Materialien zu finden. Damit das ganze ein bisschen Abwechslung bekommt, können auch Aufträge von Geistern angenommen werden. Das heißt, alte Gegestände wie Tagebücher, Statuen oder Zeitschriften müssen gesammelt werden und auch teilweise aufbereitet werden, um daraus eine Taschenlampe oder eine Karte herzustellen. Obwohl eine Karte eigentlich gar nicht nötig ist, so klein ist unser Aktionsradius. Die Karte erhält erst einen Sinn, wenn weitere Strecken zurückgelegt werden – so müssen die Strecken manuell abgelaufen werden, sondern John "reist" alleine dorthin.

Tag für Tag

Johns Tag beginnt jeden morgen acht Uhr und endet 20 Uhr. Wenn es zu dunkel ist, wird John von zu vielen Geistern heimgesucht und so kann es sich nicht mehr konzentrieren. Die Grafik ein einprägsam in einer Art Comicstil gehalten. Die Farben einer Winterwelt überwiegen: Weiß, grau und Schwarz. Das vermittelt eine einsame und melancholische Stimmung. Allerdings im positiven Sinne. Das Spiel lädt dazu ein, während eines Sturms Ruhe zu finden. Auch die eigens dafür komponierte Musik unterstützt das ganze. Den Soundtrack kann man übrigens vollständig kostenlos und legal im Netz hören. 

Fazit

Alles in allem ist "Opus: Rocket of Whispers" ein einmaliger und ruhiger Spielspaß bei dem es kein einziges Mal langweilig oder eintönig wird. Die kurzen filmischen Zwischensequenzen sind gezielt und sinnvoll vom Entwicklerstudio eingesetzt. An einem Nachmittag oder ruhigem Abend ist das Spiel durchgespielt. Ob es dann noch einmal gespielt wird, liegt sicher bei jedem einzelnem Spieler selbst. Die größte Schwierigkeit könnten einzig und allein die Sprache darstellen, denn OPUS ist nur auf Deutsch, Japanisch und Chinesisch spielbar. Für wen einer dieser Sprachen kein Problem ist, wird einen kurzen Spielspaß für Zwischendurch erleben.

 

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Conny Poltersdorf
25.05.2018 - 10:20
  Games

Opus: Rocket of Whispers

Entwickler: SIGONO INC.

Publisher: SIGONO INC.

Plattformen: PC, Nintendo Switch, Android, iOS

Kosten: ab 1,99€

 

Der Soundtrack ist kostenlos und legal auf Bandcamp.