Sternburg-Brauerei

Bald neues Wohnquartier?

Noch heute bestimmt die alte Sternburg-Brauerei den Ortsteil Lützschena-Stahmeln im Nordwesten Leipzigs. Nach der Wende hat sich dort allerdings nicht viel geändert. Den Anwohnenden ist wichtig, dass mit der alten Brauerei etwas passiert.
Sterni-Kronkorken
Sterni-Kronkorken im Gras

Seit den 1990er Jahren steht die alte Brauerei still. Interessant war das Gelände höchstens für Fans alter Industriebrachen. Pläne zur Umgestaltung gab es immer wieder, aber diese wurden nie umgesetzt. Jetzt soll das Gelände neu bebaut werden. Der entsprechende Bebauungsplan soll noch im Juni im Stadtrat eingebracht werden.

Hannes Berger hat sich mit dem geplanten Umbau näher beschäftigt. Den Beitrag gibt es hier zum Nachhören:

Hannes Berger im Gespräch mit Moderator Lukas Raschke
Umbau der Sternburg-Brauerei

Das Interview mit Margitta Ziegler Ortsvorsteherin von Lützschena-Stahmeln finden Sie hier zum Nachlesen:

mephisto 97.6: Was bedeutet die neue Bebauung der Brauerei für den Ortsteil Lützschena-Stahmeln?

Margitta Ziegler: Für den Ortsteil bedeutet das, dass ein sehr schlimmer Schandfleck endlich beseitigt wird, der uns schon sehr lange ärgert. Viele Anwohner haben in der Brauerei gearbeitet und wer täglich an diesen Ruinen vorbeigeht, der hat natürlich eine Riesenwut, dass das so lange braucht, um überhaupt wieder einer ordentlichen Nutzung zugeführt zu werden.

Haben Sie Hoffnungen, was mit der Brauerei genau passiert?

Auf jeden Fall setzen wir große Hoffnung in den Investor, dass etwas in Richtung Wohnungsbau passiert, dass die Gebäude erhalten bleiben. Denn das sind alles sehr schöne Industriegebäude, die wirklich Leben haben und sehr gut anzusehen sind auch wenn sie teilweise zerfallen sind. Wir erhoffen uns Wohnungsbau und natürlich auch KiTa-Einrichtungen. Was für uns sehr wichtig ist, das ist ein Einkaufsmarkt. Denn in unserer Ortschaft haben wir momentan überhaupt keine Einkaufsmöglichkeiten.

Seit den 1990er-Jahren steht die Brauerei still. Können Sie kurz zusammenfassen, wie das für den Ortschaftsrat war, dass der Prozess so lange gedauert hat?

Das war überhaupt nicht angenehm. Wir waren, nach dem im Prinzip seit 1992 nichts passiert ist, mehrfach mit dem alten Eigentümer im Gespräch. Der hatte sehr schöne Vorstellungen und Pläne dargelegt. Aber es passierte überhaupt nichts. Im Gegenteil, alle Gebäude wurden schlimmer, abgerissen und recycelt. Das war für die Ortschaft eigentlich nicht mehr hinnehmbar. Keiner kann verstehen, dass man Eigentum hat und das eben zerfallen lässt.

 

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Louisa Grübler
11.05.2018 - 19:37