Filmkritik: Wildes Herz

Alles auf Rausch

Von der Bushaltestelle auf die großen Bühnen - Feine Sahne Fischfilet hat in den letzten Jahren so einiges bewegt. Nun kann man in der Dokumentation "Wildes Herz" sehen, wie sie sich ihren Weg zum Erfolg freigeschaufelt haben.
Szene aus "Wildes Herz"
Feine Sahne Fischfilet beim Konzert in Jarmen

Der Schauspieler Charly Hübner und sein Team haben Feine Sahne Fischfilet mit der Kamera von 2013 bis 2016 begleitet. Gemeinsam sind sie zu Veranstaltungen, Demonstrationen, Konzerten aber auch zum Plakatieren von Haltestellen gefahren. Heraus kam eine Dokumentation, mit der Charly Hübner stolz sein Debüt als Regisseur feiern konnte.

Authentische Einblicke

Charly Hübner und sein Co-Regisseur Sebastian Schultz stellten sich selbst und der Band keine großen Ansprüche. Sie wollten die Jungs so vor der Kamera präsentieren, wie sie sind. Dadurch wirkt die Dokumentation sehr authentisch und vermittelt dem Publikum ein Gefühl von Unbefangenheit. Im Laufe des Drehs stellte es sich dann heraus, dass sich die Dokumentation zu einem großen Teil auch um Jan "Monchi" Gorkows Leben drehen werden würde, da sich seine Eltern und mehrere Weggefährten bereit erklärt hatten, vor der Kamera zusprechen. Im Interview mit uns sagt er, es sei immer noch ein wenig seltsam, seine Eltern auf den Leinwänden von Kinos zu sehen. Er sagt auch, dass es sich für ihn wie ein öffentliches "Hose herunterlassen" anfühle.

Preview im Institut fuer Zukunft

Seit dem 12. April kann man die Dokumentation "Wildes Herz" im Kino sehen. Vor dem Kinostart wurde die Dokumentation am 10.04.2018 im Institut fuer Zukunft (IfZ) gezeigt, mit anschließender Diskussionsrunde, bei der Jan "Monchi" Gorkow und Co-Regisseur Sebastian Schultz teilnahmen.

Wir waren vor Ort und haben uns im Anschluss mit Monchi und Sebastian Schultz über die Dokumentation unterhalten:

Redakteurin Claudia Hempel im Gespräch mit Monchi und Sebastian Schultz
 
 

Kommentieren

Erscheinungsdatum: 12. April 2018

Regie: Charly Hübner, Sebastian Schultz

Kamera: Sebastian Schultz, Martin Farkas

Drehbuch: Charly Hübner, Sebastian Schultz

Produzenten: Sebastian Schultz, Lars Jessen

FSK 12

 

Auf der DOK Leipzig 2017 gewann die Dokumentation folgende Preise: 

  • ver.di Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness
  • Dokumentationsfilmpreis Goethe Institut
  • Gedanken-Aufschluss-Preis
  • DEFA-Förderpreis