Arbeitslosenförderung

Sachsen nutzt Fördermittel am Besten

Eine Studie hat ergeben, dass Deutschland die Fördermittel für die berufliche Weiterbildung von Arbeitslosen nicht ausschöpft. Sachsen verwendet dabei diese Mittel noch am Besten. Dennoch warten viele Arbeitslose auf Weiterqualifizierung.
Die Agentur für Arbeit hat das Ziel, Arbeitslose u. a. durch Weiterbildungen ins Arbeitsleben wieder zu integrieren.
Die Agentur für Arbeit hat das Ziel, Arbeitslose u. a. durch Weiterbildungen ins Arbeitsleben wieder zu integrieren.

Die Arbeitslosenquote in Deutschland ist so gering wie noch nie. So schmückte sich der Dezember 2018 mit lediglich 4,9% Erwerbslosen. Dabei ist die Aufgabe der Bundesagentur für Arbeit, diese Erwerbslose in den Arbeitsmarkt zu integrieren und Weiterbildungen für Arbeitnehmende zu organisieren. Eigentlich müssten dafür doch jegliche finanzielle Mittel mit Kusshand entgegengenommen werden. Oder nicht?

Die Lage in Sachsen

Die Arbeitsagentur Sachsen hat im vorigen Jahr rund 211 Millionen. Euro zur Verfügung gestellt bekommen. Damit unterstützt sie Arbeitslose zum Beispiel damit, wieder eine Arbeit zu finden. Außerdem können sich Arbeitnehmende weiterbilden und qualifizieren lassen. Auf eine Anfrage der arbeitsmarktpolitischen Sprecherin Sabine Zimmermann der Bundestagsfraktion der Linken kam jedoch heraus, dass vergangenes Jahr in Sachsen rund 13 Prozent der zur Verfügung stehenden Mittel übrig geblieben sind. Sabine Zimmermann äußerte dazu Kritik:

Es gibt natürlich viele Menschen, die gerne eine Qualifizierungsmaßnahme machen wollen und die einfach nicht genehmigt bekommen von den Agenturen. Da kenne ich sehr viele, die ihre Maßnahmen abgelehnt bekommen, weil die Bundesagentur da sehr restriktiv mit der Vergabe von Maßnahmen umgeht.

Sabine Zimmermann, arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linken-Bundestagsfraktion

Frank Vollgold, Sprecher der Arbeitsagentur der Regionaldirektion Sachsen, sieht die Quote dennoch positiv und betont den guten bundesweiten Vergleich. Es müsse auch berücksichtigt werden, dass voriges Jahr in Sachsen wenigere Arbeitslose aber dennoch mehr Fördermittel für Arbeitslose gab. Das sei der Grund, wieso nicht alle Mittel ausgegeben werden konnten. Im vergangenen Jahr wurden außerdem knapp 200.000 Förderanträge von der Arbeitsagentur bewilligt.

Wir sind mit den Ergebnissen aus dem letzten Jahr sehr zufrieden und vor allem mit der Wirkung, weil die Beschäftigung in Sachsen gestiegen ist.

Frank Vollgold, Sprecher der Arbeitsagentur der Regionaldirektion Sachsen

Weitere Forderungen

Sabine Zimmermann reichen diese Aussagen nicht. Sie stellt weitere Forderungen für abgewiesene Anträge an die Arbeitsagentur. Sie fordert ganz klar, dass sich Menschen, die sich verändern wollen, erwerbslos sind oder ihre Berufe nicht mehr ausführen können, die Möglichkeiten bekommen, mit einem Rechtsanspruch eine Weiterbildung und Qualifizierung bei der Agentur für Arbeit genehmigen zu lassen.

 

Den Beitrag zum Nachhören findet ihr hier:

Ein Beitrag von Luisa Bula über die Nutzung von Fördermittel für Arbeitslose in Sachsen
Ein Beitrag von Luisa Bula über die Nutzung von Fördermittel für Arbeitslose in Sachsen
 

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Daniel Griffioen
25.01.2019 - 18:45