Hörsaalflimmern

„Achtung und bitte“ – es wird ernst

Es liegt Aufregung in der Luft des Auditorium Maximum. Der Hörsaal wird heute zum Schauplatz eines großen Moments: Der Aufnahme des neuen Hochschulmagazins: Hörsaalflimmern.
Die Produktion von Hörsaalflimmern.

Viele fleißige Hände folgen einem scheinbar straffen Zeitplan. Es werden Kameras aufgebaut, Ton und Beleuchtung eingerichtet. Sofa und Kühlschrank werden im Hörsaal positioniert. Alle scheinen motiviert und konzentriert. Die 15 Studierenden sind ein eingespieltes Team, alles ist perfekt vorbereitet.

Die Dozentin Charmaine Voigt vom Institut für Kommunikations- und Medienwissenschaften – kurz KMW – hatte sich für dieses Sommersemester ein großes Ziel gesetzt: eine neue Seminarform, die eine eigene Sendung auf die Beine stellt.

Von der Theorie zur Praxis

In der halbstündigen Magazinsendung werden unter anderem Beiträge von verschiedenen deutschen Hochschulen gezeigt.

Die KMW-Studierenden erhielten so die Möglichkeit, sich praktisch auszuprobieren, erklärt Marlene. Die junge Studentin ist Mitglied der Administrationsgruppe, die alles rund um den Dreh organisiert. Sonst ist es immer sehr theoretisch im Studium und man hat am Ende nichts in der Hand, erklärt sie mir und macht eine kleine Pause. Aber wenn wir jetzt das Seminar beendet haben, haben wir auch wirklich was gemacht, fährt sie fort.

Es galt, sich an aufregende Aufgaben heranzutrauen: Konzeption, Moderatorenwahl, Regie, Dreh, Schnitt, Musikfindung und die Produktion des kurseigenen Beitrags. Die dafür gegründeten Gruppen verfolgten ein gemeinsames Ziel: ein Hochschulmagazin zu erschaffen, welches bunt, jung, kreativ und voller Überraschungen ist. Marlene lächelt stolz, als sie von der Sendung spricht. Wir wollen alle ein super Ergebnis haben und freuen uns einfach auch darauf das ganze dann zu präsentieren, sagt sie abschließend und scheint, wie eigentlich alle anderen auch ziemlich zufrieden.

Folgeprojekt?

Die Leipziger Initiative Hochschultv.de hatte die Idee für das Fernsehmagazin. Das ehrenamtliche Projekt veröffentlichen seit 2010 auf der WebTV-Plattform www.hochschultv.de die besten Filme und Beiträge von Hochschulsendern aus ganz Deutschland, erklärt Charmaine Voigt. Das Hochschulmagazin „Hörsaalflimmern“ wolle deutsche Hochschulsender vernetzen, bündeln, ein Netzwerk aufbauen und so Kommunikation ermöglichen. Die Dozentin erzählt in ihrer kurzen Verschnaufpause, dass auch für sie dieses Projekt so ein Gewinn war, weil wirklich alle produktiv auf Augenhöhe gearbeitet haben.

Damit auch in Zukunft Studierende einen praktischen Zugang zu Lerninhalten bekommen, wünschen sich Charmaine und ihre Seminargruppe, dass aus Hörsaalflimmern ein Folgeprojekt wird. Die nächsten Jahrgänge sollen die Möglichkeit bekommen, weiterzuführen, was nun angefangen wurde.

Doch bevor an die Zukunft gedacht wird, schauen alle gespannt auf die erste Sendung. Ausgestrahlt wird diese heute, am 15.07. um 19:30 auf info tv Leipzig.

 

Hörsaalflimmern – eine Reportage von Lara Saadi.
Hörsaalflimmern – eine Reportage von Lara Saadi.
 

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