Flugsicherheit

737 MAX bleiben am Boden

Nach dem Absturz der Boeing 737 in Äthiopien haben immer mehr Länder ein Startverbot für Maschinen dieses Typs verhängt. Doch nicht nur Luftfahrtbehörden sind verunsichert, sondern auch Fluggäste.
Eine vom Flugverbot betroffene Boeing 737 MAX.

Nach dem Absturz einer Boeing 737 Max 8 in Äthiopien wurde nun auch der europäische Luftraum für Maschinen dieses Typs gesperrt. Die Ankündigung kam nur wenige Stunden, nachdem bereits Deutschland seinen Luftraum für den Flieger schloss. Das Flugverbot gelte als "Vorsichtsmaßnahme“, erklärte die EASA am Abend.

 

 

In Deutschland gilt das Verbot für drei Monate. Auf den Betrieb an den sächsischen Airports dürfte das Verbot nach Einschätzung von Uwe Schuhart, Sprecher der Mitteldeutschen Flughafen AG, aber keinerlei Auswirkungen haben. Denn an den Flughäfen Leipzig/Halle und Dresden starten und landen zur Zeit keine Maschinen des vom Flugverkehr ausgeschlossenen Typen.

US-Behörden stehen hinter Boeing

Die amerikanische Luftfahrtaufsichtsbehörde FAA widersprach noch am Abend den europäischen Behörden und bescheinigte den betroffenen Boeings erneut die Flugtauglichkeit:

 

 

Es gebe derzeit weder eine Grundlage für ein vorübergehendes Flugverbot, noch lägen den Flugaufsichtsbehörden anderer Länder neue Erkenntnis zum Unfallhergang vor, die ein Flugverbot rechtfertigen würden. Allerding forderte die FAA den Hersteller Boeing auf, notwendige Änderungen an der Steuerungs-Software des Typs zeitnah und bis spätestens Ende April vorzunehmen.

Warum der Flugzeugtyp aus dem Hause Boeing in der Kritik steht und was das für Fluggäste in Europa bedeutet, erklärt mephisto 97.6 Luftfahrtexperte Thomas Tasler:

Moderator Til Schäbitz und Thomas Tasler sprechen über die Hintergründe des 737-Groundings.
 
 

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