Welt-Malaria-Tag

Wissenswertes über Malaria

Am 25. April ist Welt-Malaria-Tag. Dieser Tag würdigt weltweit den Kampf gegen Malaria und soll auf die Krankheit als Gesundheits- und Entwicklungsproblem aufmerksam machen. Mephisto97.6 beantwortet einige Fragen über die Tropenkrankheit.
Eine Frau auf deren T-Shirt steht "Keep the fight against malaria"
Medizinische Forscher der U.S. Army beteiligen sich am Welt-Malaria-Tag 2010

Vor einigen Tagen starb der österreichische Filmemacher Michael Glawogger an Malaria. Der 54-jährige befand sich für Dreharbeiten in Afrika, dem Heimatland von 90 Prozent der weltweiten Malariatoten. Dieses Ereignis betont die Bedeutung des Welt-Malaria-Tages auf eine besondere Weise.

Jährlich sterben mehr als 600.000 Menschen an der Tropenkrankheit. In Deutschland galt sie 1920 als ausgerottet. Soldaten brachten die Erreger jedoch gegen Ende des zweiten Weltkriegs wieder in das Land und lösten somit eine erneute Welle des Fiebers aus. Heute hat Europa die Krankheit im Griff, doch in vielen anderen Ländern steigt die Zahl der Infektionen kontinuierlich an. Als ein Grund dafür wird der Klimawandel genannt. 

Parasiten - der Ursprung des Grauens

Malaria bedeutet übersetzte so viel wie "schlechte Luft". Diese Bezeichnung kommt daher, dass sich die Überträger der Krankheit, Moskitos, überwiegend in feuchten, sumpfigen Gegenden aufhalten. Was viele Menschen jedoch nicht wissen: Nicht die Stechmücken sind der Ursprung der Tropenkrankheit, das eigentliche Problem sind Parasiten, die sohwohl den Menschen, als auch die Mücke als Wirt nutzen und somit von den Mücken auf den Menschen übertragen werden. 

Intensive Forschung

Trotz aller medizinischen Entwicklungen ist es den Forschern noch nicht gelungen, eine Impfung gegen die, in vielen Fällen tödliche, Krankheit zu entwickeln. Seit einigen Jahren wird intensiv an neuen Impfungen und Medikamenten geforscht, doch vielleicht wird es niemals eine Möglichkeit geben, die Tropenkrankheit zu heilen.

Touristen in Risikogebieten und Kinder unter 5 Jahren gehören zu den Gruppen, die von Malaria besonders gefährdet sind. Michael Glawogger zählte zu der ersten dieser beiden Gruppen. Sein Tod ist ein trauriges Beispiel für die Gefahr, die von Malaria ausgeht.

 

Redakteurin Ricarda Schoop beantwortet die wichtigsten Fragen über Malaria
 

 

 

Kommentieren

Vanessa Gattermann
25.04.2014 - 14:18
  Wissen