Dokumentarfilm

Die Rückkehrer

„Wenn ich in der Türkei bin, vermisse ich Deutschland, wenn ich in Deutschland bin, vermisse ich die Türkei“. Der Dokumentarfilm „Hadi Tschüss“ erzählt von Rückkehrern und ihren ganz persönlichen Grenzgängen zwischen zwei Welten.
Felix Gebhardt mit Regisseur Matthias Ditscherlein

Matthias Ditscherlein und Anne Denkinger verbrachten ein Jahr in Izmir in der Türkei und trafen Menschen, die einmal in Deutschland gelebt haben und dann wieder zurückgekehrt sind. Fünf Protagonisten, fünf ganz unterschiedliche Biographien.

„Und wo ist es besser?“, wollten Denkinger und Ditscherlein wissen, als sie in die Türkei gingen. Heute steht für sie fest: An der Türkei werden Herzlichkeit und Unvoreingenommenheit geschätzt, an Deutschland Pünktlichkeit und Genauigkeit. Wo es besser ist, lässt sich wohl nicht beantworten. „Die Wahrheit liegt irgendwo dazwischen“, sagte Ditscherlein bei mephisto 97.6.

Mit Vorurteilen brechen

Für ihn ging es auch darum, in der anhaltenden Debatte um immer mehr Einwanderer eine Gegenseite zu zeigen: „In Deutschland gibt’s eine defizitorientierte Debatte zu dem Thema, es geht meist darum zu sagen, wie gut sind die Türken oder auch andere Menschen integriert und wie kann man das verbessern? Das wird immer ein bisschen problematisch gesehen. Wir wollten herausfinden, warum gehen Menschen, die hier in Deutschland ganz lange gut gelebt haben, die hier auch einen guten Job hatten, warum gehen die wieder zurück?“

Finanziert haben die beiden Regisseure das Projekt hauptsächlich aus Eigenmitteln. Um die Filmmusik komponieren und den Film übersetzen zu können, suchen die beiden noch Unterstützer, mehr Informationen zum Crowdfunding von "Hadi Tschüss" gibt es hier

Moderator Felix Gebhardt im Interview mit Regisseur Matthias Ditscherlein
 

 

 

 

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Laura Kneer
24.03.2014 - 12:22
  Kultur