Legida

17 Punkte zum "Schutz des Abendlandes"

Eine Woche vor der Anti-Islam-Demonstration in Leipzig haben die "Leipziger gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz Legida, ein Positionspapier mit 17 Punkten veröffentlicht. Doch was genau fordern sie?
Die islamfeindliche Legida- Bewegung wird heute erstmals durch die Leipziger Straßen marschieren.
Für den 09. Februar wurde Legida das Demonstrieren untersagt

Die Initiative Legida definiert sich in dem Papier als "Bürgerbewegung patriotischer Menschen der gesellschaftlichen Mitte, denen Fremdenhass, Rassismus und Extremismus fremd sind". Eine öffentliche Abgrenzung von NPD und anderen rechtsextremen Gruppen gab es bislang allerdings nicht. Als Ziel setze sich Legida die Erhaltung der christlich-jüdisch geprägten Wertekultur und hat dafür 17 Maßnahmen formuliert. Unter anderem zielen diese auf die Abkehr von Multikulturen und des sogenannten Kriegsschuldkultes sowie auf ein normalisiertes Verhältnis zu Russland.

Vor gut einem Monat hat schon Pegida ein Positionspapier veröffentlicht. Doch Legida geht mit ihren Forderungen noch weiter: So wollen sie eine Änderung des Grundgesetzes, zum Beispiel am Artikel 16. Darin ist festgeschrieben, dass die deutsche Staatsangehörigkeit nicht entzogen werden darf und der Verlust der Staatsangehörigkeit nur eintreten darf, wenn der Betroffene dadurch nicht staatenlos wird. Legida hingegen fordert, dass Personen, die die Staatsbürgerschaft nicht durch Abstammung erhalten haben, die deutsche Staatsangehörigkeit bei Begehung von Straftaten wieder entzogen werden kann – auch wenn sie dadurch staatenlos werden.

In einer Woche wird die Demonstration der Legida in Leipzig stattfinden. Über die Initiatoren ist nach wie vor sehr wenig bekannt. Angemeldet wurde der Protestmarsch von zwei Männern aus dem Fanmillieu des FC LOK Leipzig. Wie genau die Forderungen der Initiative dort zum Ausdruck kommen sollen, konnte Legida-Sprecher Jörg Hoyer im Gespräch mit mephisto 97.6 allerdings noch nicht sagen. 

Moderatorin Lisa Hofmann spricht mit Redakteurin Ulrike Biella über das Positionspapier von Legida.
 
 

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