GameCheck: "NBA Live 18"

Basketball der nächsten Generation

FIFA oder Pro Evo? Beim Fußball ist die Frage berechtigt. Aber beim Basketball gibt es doch eigentlich nur einen Platzhirsch. Und der kommt eigentlich nicht vom Publisher EA. Dennoch gibt es mit NBA Live 18 erneut ein virtuelles Basketballturnier.
Hinein in den Korb
Hinein in den Korb

Gameplay 

Es gibt auch Straßenplätze

In NBA Live 18 dreht sich im Singleplayer-Modus um "The One". Der Name erklärt dann auch schon alles, es muss nämlich ein Spieler erstellt werden. Größe, Alter, Frisur, Tattoos und die Position können individualisiert werden. Danach findet direkt ein Pick-Up-Game im New Yorker Rucker Park statt. Eine der bekanntesten Basketballorte abseits der NBA. Kann sich der eigens erstellte Spieler in den Olymp des Basketballs spielen.

Neue Features

Irgendwie ist es traurig, es als neues Feature anzukündigen, aber zumindest ist es endlich da. Frauen können jetzt endlich auch gespielt werden. Damit zieht NBA Live mit FIFA gleich und gibt auch der virtuellen Sportwelt mehr Gleichberechtigung. Neben "The One" gibt es übrigens noch "The Street" als Modus. Dort kann jeder mal die NBA-Arenen verlassen und sein Können auf der Straße beweisen, allerdings hat die Sache einen Haken.

Die Bewegungen der Spieler sind echt steif. Außerdem wirkt die KI der Mitspieler und Gegner meist wie ein Spin Off aus "The Walking Dead". Meist bewegen sie sich gar nicht erst oder wandeln über den Platz. Auch die Animationen der Spieler wirken seltsam. Als Anfänger mag das alles nicht so auffallen. Wer allerdings einige Erfahrungen mit der NBA und dem virtuellen Pendant hat, wird sich wohl oder übel ärgern.  

Auch die Herren stehen auf dem Platz, es geht meist um die US-Meisterschaft
 

Grafik  

Ein paar Ausraster gibt es auch beim Spiel

Die Videosequenzen des Spiels sind echt schön anzusehen. EA Games haben aber bisher bei nahezu jedem Spiel beweisen können, dass die Videosequenzen und die dazugehörige Musik ihr Steckenpferd sind.

Während der Spiele wirkt NBA Live 18 aber auch visuell etwas fade. Wahrscheinlich liegt es am sperrigen Gameplay, aber der Wow-Faktor wie bei den Videosequenzen bleibt dann leider aus.

Im Großen und Ganzen ist die Grafik solide. Ein Quantensprung in Sachen Grafik sieht aber anders aus.

Fazit

NBA Live 18 geht nach wie vor gegen seinen großen Konkurrenten von 2K baden. Warum das so ist wird in einer weiteren Review noch genauer erläutert. NBA Live 18 hat aber zwei solide Neuerungen. Zum einen punktet EA bei der Gleichberechtigung von Mann und Frau. Zum anderen ist der "The One"-Modus wirklich schön gestaltet und ausgearbeitet.

Leider werden die Neuerungen durch das Gameplay überschattet, das ziemliche Mängel aufweist. Dort sollte EA wirklich nacharbeiten. Ansonsten ist das Spiel solide und bringt besonders für Basketballneulinge Spaß. NBA-Veteranen sollten sich dann aber lieber doch eine andere Herausforderung suchen.

 

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Merten Waage
25.09.2017 - 16:05
  Games

NBA Live 18

Entwickler: EA Tiburon

Publisher: EA Games

Plattformen: Playstation 4, Xbox One

Kosten: ca. 60 €