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Dienstag, 06. Februar 2018

Di 06.02.

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Die Meldungen von 10:00 Uhr zum Nachhören

Di 06.02.

Gegenwind im Stadtrat beim Thema Kita-Kosten

Im Leipziger Stadtrat wird darüber diskutiert, die Eltern stärker an den Kosten für Kinderbetreuung zu beteiligen. Nachdem sich die Fraktionen der SPD und der Linken schon dagegen ausgesprochen haben, gab es nun auch Kritik der Grünen. Der ursprüngliche Vorschlag kam vom Sozialbürgermeister Fabian aus der SPD und sieht vor die Elternbeteiligung für die Kita-Gebühren bis zum gesetzlich festgelegten Maximum zu bringen. Für Kita Plätze gibt es, nach dem Kinder- und Jugendhilfegesetz einen Rahmen von 20-30 % Selbstbeteiligung der Eltern, in dem sich die Kommunen bewegen können. In Leipzig liegt diese Beteiligung momentan bei 27 % und soll jetzt auf 30 % erhöht werden. Dagegen regt sich nun Widerstand. Katharina Krefft, die Fraktionsvorsitzende der Grünen sagte dazu, der Vorschlag führe zu einer Kostensteigerung bei den Eltern und auch die FDP sieht hier die verpasste Chance, gleiche Bildungschancen für alle zu schaffen. Von Sozialbürgermeister Fabian gibt es bis jetzt noch kein Statement zu diesen Kritikpunkten. Das Problem, dass die Stadt finanziell einer zu hohen Belastung ausgesetzt ist soll anders gelöst werden. Die Forderung von den Grünen und auch von der FDP gehen dahin, dass man, anstatt die Eltern weiter zu belasten, das Land stärker an der Finanzierung beteiligt. So könne langfristig auf eine für Eltern kostenlose Betreuung hingearbeitet werden.

Veröffentlicht: 06.02.2018 - 10:31  |  Aktualisiert: 06.02.2018 - 10:34
Durchbruch bei Tarif-Verhandlungen der Metall- und Elektroindustrie

Im Tarifstreit der Metall- und Elektroindustrie gab es nach wochenlangen Verhandlungen gestern nun eine erste Einigung. Die Beschäftigten erhalten dem neuen Tarifvertrag nach 4,3 % mehr Lohn. Zusätzlich wurden für dieses und nächstes Jahr Einmalzahlungen in Höhe von 100 bzw. 400 Euro vereinbart. Auch die Möglichkeit für Vollzeit Beschäftigte, für maximal 2 Jahre einen Anspruch auf verkürzte Vollzeit von 28 Stunden in der Woche wahrzunehmen, wurde im neuen Vertrag festgelegt. Verhandelt wurde der Vertrag von den Bezirksgruppen der Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbände aus Baden Würtemberg und fungiert als sogenannter Pilotvertrag. Der gilt erst einmal nur für den Bezirk Baden-Württemberg, wird aber meist in der Form dann auch in den anderen Bezirken übernommen, also dann auch im Bezirk Berlin-Brandenburg-Sachsen.

Veröffentlicht: 06.02.2018 - 10:25
Wirbel um Foto von Leipziger AfD-Politiker

Im Netz sorgt gerade ein Foto des Leipziger AfD-Politikers Siegbert Droese für Aufregung. Eine Facebook-Nutzerin hatte es am Wochenende gepostet. Danach wurden Vorwürfe laut, Droese würde mit dem Nationalsozialismus sympathisieren. Auf dem Foto sieht man Siegbert Droese, wie er vor dem sogenannten “Führerhauptquartier Wolfsschanze” steht, dem militärischen Lagezentrum der Wehrmacht während des Zweiten Weltkrieges. Auf dem Foto hält Droese seine Rechte Hand auf der Höhe des Herzens, die Mütze hat er abgenommen. Er selbst nennt das einen Schnappschuss und sagt, das Foto habe nichts zu bedeuten.

Veröffentlicht: 06.02.2018 - 10:19
Forsberg zurück im RB-Training

Der Mittelfeldspieler Emil Forsberg hat wieder amTraining von RB Leipzig teilgenommen. Nach Vereinsangaben war Forsberg seit Anfang Dezember ausgefallen, nachdem er sich beim Spiel gegen 1899 Hoffenheim eine Bauchmuskelzerrung zugezogen hatte. Er wurde seitdem durch Ademola Lookman vertreten, der vom englischen Verein FC Everton an RB ausgeliehen wurde.

Veröffentlicht: 06.02.2018 - 16:43  |  Aktualisiert: 06.02.2018 - 17:15
Autofahrer in Leipzig stande 16 Stunden im Stau

Autofahrer in Leipzig haben vergangenes Jahr durchschnittlich 16 Stunden im Stau gestanden. Das geht aus Zahlen des Unternehmen Inrix hervor. Damit ist Leipzig auf Platz 45 der 73 untersuchten deutschen Städte. Auf Platz eins ist München mit 51 Stunden, gefolgt von Hamburg und Berlin. Inrix analysiert weltweit das Verkehrsaufkommen und schlägt Lösungen für Verkehrsprobleme vor.

Veröffentlicht: 06.02.2018 - 16:43  |  Aktualisiert: 06.02.2018 - 17:01
Historische Dokumente in DNB wieder öffentlich

In der Deutsche Nationalbibliothek sind rund 12.000 historische Lehrtafeln und Stammbäume wieder zu sehen. Nach eigenen Angaben wurden die Tafeln zweieinhalb Monate lang gereinigt und konserviert. Damit seien sie vor Schimmel- oder Insektenbefall geschützt. Die Dokumente stammen aus den Jahren 1912 bis 1987. Die meisten behandeln Lehrinhalte aus Schulen und “spiegeln die politische Denkweise ihrer Entstehungszeit wider”, so die Nationalbibliothek. Auf rund 4.000 Dokumenten sind Stammbäume von Familien abgebildet. Die Deutsche Nationalbibliothek hat ihren Sitz in Leipzig und Frankfurt am Main. Sie sammelt, dokumentiert und archiviert alle deutschsprachigen Veröffentlichungen in Wort und Ton.

Veröffentlicht: 06.02.2018 - 16:45
Bauernbrücke in Wahren bekommt Ersatz

Für die gesperrte Bauernbrücke in Wahren soll im Herbst eine Ersatzbrücke gebaut werden. Wie das Verkehrsamt mitteilte, soll die neue Brücke im März 2019 fertiggestellt werden. Die Bauernbrücke könne nicht mehr stabilisiert werden, da der Schaden zu groß sei. Vergangenen November war aufgefallen, dass die Brücke durch einen Pilz stark beschädigt ist. Weil sie dadurch nicht mehr genug Sicherheit bietet, ist sie seitdem gesperrt. Die Bauernbrücke gehört zu einem Fuß- und Radweg und läuft über die Weiße Elster. Sie verbindet den Stadtteil Wahren mit dem Naherholungsgebiet Auensee.

Veröffentlicht: 06.02.2018 - 16:44
Gitterlose Zellen in JVAs geplant

In den sächsischen Justizvollzugsanstalten soll es künftig gitterlose Hafträume geben. Wie das Justizministerium bekannt gab, werden die Gitter durch Plexiglas ersetzt. Außerdem sollen Hafträume per Video überwacht werden. Dafür hat das Kabinett eine Gesetzesänderung auf den Weg gebracht. Die bundesweite Gefangenengewerkschaft begrüßte die gitterlosen Zellen, kritisierte aber die Videoüberwachung. Sprecher Marco Bras dos Santos sagte, "Wir sind entschieden gegen die Videoüberwachung in Hafträumen, weil wir darin einen eklatanten Verstoß gegen die Persönlichkeitsrechte der Gefangenen sehen und werden auf jeden Fall auch alle Möglichkeiten in Betracht ziehen, dagegen vorzugehen." Die Vorhaben sind Konsequenzen aus dem Fall Dschabar al-Bakr. Der Terrorverdächtige hatte sich im Oktober 2016 in der JVA Leipzig erhängt.

Veröffentlicht: 06.02.2018 - 16:41

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