M19 mit Alfred Weidinger

Ein Museum für alle Generationen

Seit Sommer 2017 ist Alfred Weidinger Leiter des Museums der Bildenden Künste in Leipzig. Er hat es sich zum Ziel gesetzt, den Menschen die als verstaubt verschriene Institution Museum wieder näher zu bringen.
Alfred Weidinger
Moderatorin Anneke Elsner mit Alfred Weidinger, dem Leiter des Museums der bildenden Künste

Aufgewachsen ist Alfred Weidinger am Attersee. Nach einer anfänglichen Ausbildung als Uhrmacher studierte er Kunstgeschichte und klassische Architektur. In Wien arbeitete er viele Jahre in den bedeutenden Kunstmuseen im Belvedere und in der Albertina.

Seit Sommer 2017 leitet er das Museum der bildenden Künste in Leipzig. Obwohl die Seenlandschaft um Leipzig ihm den Attersee nicht ersetzen kann, fühlt sich der Österreicher mittlerweile sehr wohl in der neuen Heimat. Im Vergleich zu Wien, das er als eher alt und gesetzt wahrnimmt, gefällt ihm vor allem die Dynamik in Leipzig.

Es ist eine extrem junge Stadt, es ist eine extrem neugierige Stadt und man spürt in dieser Stadt den Willen zur Veränderung.

Alfred Weidinger, Leiter des MdbK Leipzig

Den Bezug zu den Leuten herzustellen sieht Weidinger als die große Herausforderung für die Zukunft an. Seit Beginn seiner Tätigkeit in Leipzig hat er sich dabei als Reformer hervorgetan und viele neue Formen der Kunstpädagogik und künstlerischen Darstellung ausprobiert. Einen wichtigen Punkt hierbei nehmen Digitalisierung und Interaktion ein. Das Publikum nimmt diesen Wandel größtenteils positiv auf. So war etwa die "Virtual Normality" Ausstellung die bestbesuchte des Jahres.

Das komplette Interview zum Nachhören:

Moderatorin Anneke Elsner im Gespräch mit Alfred Weidinger vom MdbK
Das lange Interview mit Alfred Weidinger
 

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Moritz Fehrle
20.12.2018 - 11:55
  Kultur