euro-scene 2018

Doppelt getanzt

Wenn Tanz und Musik verschmelzen und Emotionen sichtbar werden. Das Tanzstück "Double" inszeniert eine Liebesgeschichte mit beeindruckendem Tanz und toller Live-Musik.
Szene aus dem Tanzstück Double
Szene aus dem Tanzstück Double

Ort der Aufführung ist die Diskothek im Schauspielhaus Leipzig. Die Bühne ist schwarz, allein ein Wald aus leuchtenden Stäben ziert den  Hintergrund des Tanzstückes „Double“ von Nono Battesti. Aufgeführt von der Compagnie Dessource aus Brüssel.

Die Rezension zum Nachhören findet ihr hier:

Kurzrezension zu "Double"

Verschmelzung von Klang und Bewegung

Im Zentrum steht ein emotionaler Tanz eines Liebespaares geprägt von Sehnsüchten, Schmerz und der Schönheit der Liebe. Der belgisch-haitianische Choreograf und Tänzer Nono Battesti und seine Partnerin Juliette Colmant verbinden Elemente aus klassischem Tanz, Hip-Hop und Stepp zu einer ganz eigenen Körpersprache. Das Stück bietet jedoch nicht nur einen beeindruckenden Tanz sondern auch einen musikalischen Ohrenschmaus. Die Bewegung der Tänzer wird von Musik begleitet. Gespielt wird live auf Schlagzeug, Gitarren und Drum-Computer, das Ganze mit Jazzgesang umrahmt. Diese Verschmelzung von Klang und Bewegung fesselt den Besucher mit berührender Emotionalität zwischen Liebe und Freiheit, Freude und Schmerz.

Emotionaler Bann

Nach einer Stunde ist das Stück vorbei. Ob man die Geschichte im Hintergrund des Tanzes versteht, liegt am Verständnis des Besuchers und seiner Interpretation. Bei einer so hinreißenden und emotionalen Aufführung rutscht die Handlung jedoch schnell in den Hintergrund, denn worauf es ankommt sind die vermittelten Emotionen. Die authentische Performance der Tanzenden und Musizierenden zieht den Besucher in einen emotionalen Bann. Das Stück „Double“ ist eine Tanzaufführung mit unkonventionellen Kompositionen, ein Feuerwerk für die Sinne. „Double“ ist ein Stück, das nicht nur den Darstellenden am Ende ein Lächeln der Begeisterung ins Gesicht zaubert.

 

 

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euro-scene 2018

Konzeption und Choreografie: Nono Battesti

Komposition: Quentin Halloy

Lichtdesign: Benjamin Struelens

Tanzende: Juliette Colmant, Nono Battesti

Sängerin und Tänzerin: Dyna B

Musiker: Quentin Halloy (Gitarre und Schlagzeug)