Gespräche auf dem Roten Sofa

Der Kampf der Geschlechter

Die Rolle der Frau im Beruf ist ein heiß diskutiertes Thema: Zu wenige erhalten Jobs in der Chefetage, zu viele müssen sich noch nebenbei um ihre Familie kümmern. Doch auch Männer kämpfen um ihren Platz in der Familie und die Anerkennung als Väter.
Gesprächsrunde Gender
Gender in der Literatur, in der Gesellschaft und auf dem Roten Sofa.

Selbst beim Leipziger Buchpreis gab es in diesem Jahr eine Debatte über die Unterschiede der Geschlechter. Insgesamt wurden nur fünf Frauen nominiert, vier als Übersetzerinnen und gerade mal eine als Autorin. Dagegen standen zehn Männer. Ob Männer dabei die besseren Bücher schreiben, lautete die Einstiegsfrage in eine Gesprächsrunde, die die Rolle des Geschlechts innerhalb der Literatur bestimmen soll. Zu diesem Anlass sprechen Jayrôme C. Robinet und Henrike Lang.

Jayrôme C. Robinet ist Journalist, Aktivist und Autor. Er kämpft seit Jahren für die Gleichbehandlung von transsexuellen Personen. Außerdem lebte er selbst jahrelang als Frau und kann daher von zwei Seiten auf die Probleme der Geschlechter blicken.

Henrike Lang ist Journalistin und Autorin. Sie lebt seit 27 Jahren in einer homosexuellen Beziehung, hat mir ihrer Lebenspartnerin einen Sohn und kämpft daher seit Jahren um die Gleichstellung von homosexuellen und heterosexuellen Paaren. Außerdem schreibt sie in ihren Büchern über erotische Liebesbeziehungen homosexueller Paare und deren Familiengründungen. Sie bricht damit ein Tabu, dass nach ihrer persönlich Meinung gar kein Tabu sein dürfte.

Beide müssen in ihrem Leben mit vielen Vorurteilen kämpfen und versuchen, diese Erfahrungen in ihre Bücher mit einzubringen.

Erst war es die Diskriminierung als Lesbe, jetzt die Diskriminierung als Mutter, die halbtags arbeiten will. Eine stumme Diskriminierung – und eigentlich müssten wir wieder verdammt laut werden. Ich möchte eine neue Frauenbewegung.

Henrike Lang

Auf dem Roten Sofa

Im Gespräch mit Moderator Alexander Moritz erzählten beide über ihre Erfahrungen und diskutierten über die Rollen der Männer und Frauen, über Vorurteile und Stereotypen. Sie sprachen aber auch über Themen, die in der Literatur noch keinen Platz finden, und weshalb zum Beispiel Liebesromane über männliche homosexuelle Paare mit Kindern nicht veröffentlicht werden.

 

Alexander Moritz im Gespräch mit Jayrôme C. Robinet und Henrike Lang
 

 

 

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